Der Boden in Niedersachsen zeigt ein differenziertes Bild: Während der Norden und Nordwesten in hellgelben bis gelben Tönen verbleiben, dominieren in der Mitte und im Süden Rot- und Orangeflächen. Die Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung verzeichnet schwere bis moderate Trockenheit auf etwa 60 Prozent der Landesfläche. Nur im äußersten Norden treten vereinzelt grüne Bereiche auf, die auf normale Bodenfeuchte hindeuten.

Süden und Mittelgebirgsregion am stärksten betroffen
Die dunkelroten Flecken konzentrieren sich im südlichen Niedersachsen und in Teilen des Weserberglandes, wo schwere Dürre vorherrscht. Im Raum Hannover und südlich davon wechseln sich Orange- und Rot-Pixel ab. Das Braunschweiger Land und die Region um Wolfsburg zeigen überwiegend orange Färbung, die auf moderate Trockenheit hindeutet. Der Norden, insbesondere Ostfriesland und Teile Dithmarsches, bleibt in hellgelben bis gelben Tönen. Im äußersten Nordwesten sind kleine grüne Inseln sichtbar — hier liegen die Bodenverhältnisse im normalen Bereich.
0,2 Millimeter Regen — Hitze verschärft die Trockenheit
In der vergangenen Woche fiel in Niedersachsen im Durchschnitt nur 0,2 Millimeter Regen, bei einer Durchschnittstemperatur von 18,2 Grad und Spitzenwerten bis 31,8 Grad Celsius. Die kommenden drei Tage verstärken den Druck: Kein Niederschlag wird erwartet, während die Höchsttemperatur auf 34,1 Grad Celsius ansteigen soll. Diese anhaltende Trockenphase und die Hitze führen zu erhöhter Verdunstung. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Wetterwechsel — die aktuelle Karte zeigt ein 14-Tage-Mittel und spiegelt diese akute Trockenheit daher nur teilweise wider.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasserneubildung
In den rot gefärbten Süd- und Mittelregionen erleben Feldfrüchte und Grünland in ihrer Hauptwachstumsphase spürbar trockenere Bedingungen. Kulturen, die in dieser Jahreszeit auf Wasserzufuhr aus tieferen Bodenschichten angewiesen sind, können unter der schweren Trockenheit leiden. In den orange gefärbten Gebieten ist die Situation moderat angespannt, bleibt aber noch ohne akute Alarmsignale. Für die Grundwasserneubildung gilt: Die ausbleibenden Niederschläge und die Hitze verschärfen den Bilanzrückgang erheblich. Ohne regelmäßige Niederschlagsereignisse in den kommenden Wochen wird eine Entspannung der Speicher unwahrscheinlich.
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