Bodenfeuchte Niedersachsen: Kein Regen in 7 Tagen — rote Flächen im Süden

[Teilweise zu trocken]

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Niedersachsen ein gemischtes Bild. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass etwa 40 Prozent der Landesfläche von schwerer bis extremer Dürre betroffen sind — überwiegend in der südlichen Mitte und östlich des Leineberglands. Der Norden und Nordwesten sind dagegen deutlich weniger trocken. Etwa 30 Prozent der Fläche weisen hellgelbe bis orangefarbene Bereiche auf, die auf ungewöhnliche bis moderate Trockenheit hindeuten. In einigen nördlichen und nordwestlichen Regionen dominieren gelbe Färbungen.

Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Osten unter Druck

Die dunkelroten und roten Flächen konzentrieren sich im südlichen Niedersachsen, besonders im Bereich zwischen Hannover und Braunschweig sowie in den östlichen Landesteilen. Hier herrscht schwere Dürre vor, teilweise mit extremen Phasen. Das Weserbergland und einzelne Mittelgebirgsbereiche zeigen überwiegend orange bis rote Färbung. Der Norden hingegen — das Emsland, Ostfriesland und die Gegend um Bremen — ist deutlich weniger betroffen und weist hellgelbe bis grünliche Bereiche auf, die normale oder ungewöhnliche Trockenheit anzeigen.

Anhaltende Trockenheit ohne Niederschlag

In den vergangenen sieben Tagen fiel kein Regen. Die Durchschnittstemperatur lag bei 18,3 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 31,8 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge — die fehlende Wasserzufuhr bei gleichzeitig erhöhter Verdunstung wird die Trockenheit in den bereits betroffenen südlichen und östlichen Regionen weiter verschärfen. Die kommenden drei Tage bringen bei Höchsttemperaturen von bis zu 33,6 Grad erneut keine Niederschläge.

Folgen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt

Für die Landwirtschaft stellt die schwere Dürre in den südlichen und mittleren Landesteilen eine Belastung dar. Kulturen in der späten Wachstumsphase sind auf Bodenwasser angewiesen; künstliche Bewässerung kann die Defizite nur regional ausgleichen. Der Grundwasserneubildung schaden die fehlenden Niederschläge erheblich — unter diesen Bedingungen findet in den betroffenen Regionen praktisch keine natürliche Auffüllung der Speicher statt. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen Stresssymptome. Der feuchte Norden ist derzeit entlastet und kann noch regulär Wasser speichern.

Aussichten für Niederschlag — kein Regen in den nächsten drei Tagen

Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten. Bei Höchsttemperaturen um 33,6 Grad wird die Bodenfeuchte in den bereits trockenen südlichen und östlichen Regionen weiter abnehmen. Eine kurzfristige Entspannung ist nicht in Sicht.

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