Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Niedersachsen ein gemischtes Bild. Während der Norden und Nordwesten mit hellgelben und vereinzelten orangefarbenen Bereichen ungewöhnlich bis moderat trocken sind, dominieren in der Mitte und im Süden orange und rote Färbungen. Etwa 60 Prozent der Landesfläche ist von moderater bis schwerer Dürre betroffen, etwa 40 Prozent zeigt normale bis ungewöhnlich trockene Bedingungen.

Süden und Mitte unter Druck
Die schwere Dürre prägt vor allem das südliche und zentrale Niedersachsen. Rote Pixel dominieren zwischen dem Weserbergland und der Heide, mit besonders ausgeprägten Bereichen im östlichen Hügelland. Orange Färbungen zeigen sich in größeren Teilen des Südens und der Mitte. Der Norden profitiert dagegen von besseren Bedingungen: Bremen und das nördliche Tiefland sind überwiegend hellgelb gefärbt, nur vereinzelte orange Flecken deuten auf moderate Trockenheit hin.
Regen in den vergangenen Tagen hilft dem Oberboden
In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 23,6 Millimeter Regen. Die Durchschnittstemperatur lag bei 18,7 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 28,1 Grad Celsius. Diese Niederschläge wirken sich kurzfristig auf den Oberboden aus. Jedoch reagiert der Boden bis 1,80 Meter Tiefe träge auf solche Ereignisse — die anhaltende Trockenheit in tieferen Schichten wird sich erst bei längerfristig verbesserter Wasserzufuhr entspannen. Der Süden hat von den vergangenen Niederschlägen weniger profitiert als der Norden.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Die schwere Dürre im Süden und in der Mitte belastet Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen. Künstliche Bewässerung kann die Defizite nur regional ausgleichen. Der Grundwasserneubildung schaden die trockeneren Bedingungen in größeren Teilen des Landes — eine vollständige Auffüllung natürlicher Speicher findet unter diesen Umständen nicht statt. Der nördliche Landesteil mit besserer Bodenfeuchte ist derzeit entlastet.
Aussichten für Niederschlag – 15,9 Millimeter erwartet
In den kommenden drei Tagen werden 15,9 Millimeter Niederschlag erwartet, bei Höchsttemperaturen um 21,8 Grad Celsius. Diese Wasserzufuhr wird dem Oberboden zugute kommen und kann die Lage in den kommenden zwei Wochen teilweise entspannen. Die tieferen Bodenschichten werden jedoch weiterhin träge reagieren.
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