Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe zeigt in Niedersachsen ein gemischtes Bild. Der Norden und Nordwesten sind von hellgelben und vereinzelten orangefarbenen Bereichen geprägt, die auf ungewöhnlich bis moderat trockene Verhältnisse hindeuten. Im Süden und in der Mitte dominieren dagegen orange bis rote Färbungen, die schwere Trockenheit anzeigen. Etwa 40 Prozent der Landesfläche ist von moderater bis schwerer Dürre betroffen, während der nördliche Teil deutlich weniger trocken ist.

Süden und Mitte unter Trockenheit, Norden mit besseren Bedingungen
In der Küstenregion und dem Nordwesten mit Städten wie Bremen und Emden zeigen sich hellgelbe bis orange Bereiche — ungewöhnliche bis moderate Trockenheit. Die zentralen und südlichen Landesteile mit dem Hannover-Braunschweig-Bereich sowie die südliche Lüneburger Heide sind überwiegend orange gefärbt. Einzelne rote Flecken deuten hier auf schwere Trockenheit hin. Der Osten bleibt moderat bis schwer betroffen. Die feuchteren Bereiche konzentrieren sich deutlich auf den Norden.
Regen der vergangenen Woche — Oberboden erholt sich, Tiefe bleibt träge
In der vergangenen Woche fiel durchschnittlich 20,1 Millimeter Niederschlag. Dies hat den Oberboden dort, wo er auftrat, kurzfristig entlastet. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert jedoch träge auf solche kurzfristigen Niederschläge — die Trockenheit in tieferen Schichten besteht fort. Die Durchschnittstemperatur lag bei 15,9 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 25,8 Grad Celsius. Diese gemäßigten Werte wirken sich günstig auf die Verdunstung aus, was die Lage im Norden begünstigt.
Folgen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt
Für die Landwirtschaft stellt die schwere Trockenheit im Süd- und Mittelteil eine Belastung dar. Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen benötigen ausreichend Bodenwasser; künstliche Bewässerung kann Defizite nur regional ausgleichen. Der Grundwasserneubildung schaden die ungleich verteilten Niederschläge — in den trockenen Landesteilen findet kaum natürliche Auffüllung statt. Der feuchte Norden bleibt derzeit entlastet.
Aussichten für Niederschlag – geringe Niederschläge erwartet
Für die kommenden drei Tage werden 2,6 Millimeter Niederschlag erwartet. Dies reicht nicht aus, um die Trockenheit in den bereits betroffenen Regionen spürbar zu lindern. Die erwartete Höchsttemperatur beträgt 18,5 Grad Celsius, die Tiefsttemperatur 6,4 Grad Celsius. Mit diesen moderaten Werten bleibt die Verdunstung begrenzt, was den aktuellen Zustand stabilisiert, aber keine Verbesserung bringt. Die Bodenfeuchte in Süd- und Mittelteil wird sich weiter verringern.
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