Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Niedersachsen ein gemischtes Bild. Orange und rote Färbungen dominieren in der südlichen und mittleren Landesfläche, während der Norden und Nordwesten grüne und hellgelbe Bereiche aufweist, die auf normale bis ungewöhnlich trockene Verhältnisse hindeuten. Etwa 55 bis 65 Prozent der Landesfläche sind von moderater bis schwerer Dürre betroffen.

Süden und Mitte deutlich trockener
In der Region zwischen Hannover und Göttingen sowie im südlichen Flachland herrscht orange bis rote Färbung vor — moderate bis schwere Dürre. Einzelne dunkelrote Flecken im mittleren Landesgebiet deuten auf extreme Trockenheit in Teilbereichen hin. Der Norden, insbesondere die Küstenregion und das Weserbergland, zeigen hingegen grüne bis hellgelbe Färbungen, was auf normale bis ungewöhnlich trockene Verhältnisse hindeutet. Das Hügelland südlich von Osnabrück ist heterogen geprägt mit Wechseln zwischen orange und rot.
Moderate Niederschläge, aber anhaltende Trockenheit in der Tiefe
In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 14,5 Millimeter Niederschlag. Die Durchschnittstemperatur lag bei 14,9 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge — diese moderate Regenmenge verbessert den Oberboden, dringt aber nur langsam in tiefere Schichten ein. Die bereits ausgetrockneten Bereiche bis 1,80 Meter Tiefe erholen sich dadurch nur graduell. Temperaturanstiege mit Höchstwerten um 19,9 Grad verstärken die Verdunstung und verzögern die Tiefenwirkung des Wassers.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasserneubildung
Die moderate bis schwere Trockenheit in süd- und mittleren Landesteilen beeinträchtigt Kulturen, die noch in Wachstumsphasen stehen. Künstliche Bewässerung kann regionale Defizite nur teilweise ausgleichen. Die Grundwasserneubildung bleibt unter diesen Bedingungen verlangsamt — ausreichend auffrischende Niederschläge in dieser Menge reichen nicht aus, um Speicher zügig aufzufüllen. Der Norden mit besseren Feuchtegehalten ist derzeit entlastet.
Aussichten für Niederschlag – wenig Regen erwartet
Für die kommenden drei Tage werden 2,1 Millimeter Niederschlag erwartet. Dies ist eine unbedeutende Menge für die Tiefenwirkung im Boden. Die Höchsttemperatur wird 18,9 Grad erreichen. Ohne intensivere Niederschläge wird sich die Bodenfeuchte in den südlichen und mittleren Regionen weiter reduzieren.
Den aktuellen Wetterbericht für Niedersachsen finden Sie hier.
Mehr zum Wetter und den Folgen:
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.