Der UFZ-Duerremonitor zeigt fuer Nordrhein-Westfalen zum 7. August 2026 ein differenziertes Bild: Waehrend der Norden und Nordosten des Bundeslandes groenliche bis gelbliche Bodenfeuchte-Indizes aufweisen, dominieren in der Mitte und im Sueden orange und rote Flaechen. Die Karte bildet ein 14-Tage-Gleitendes Mittel des Bodenfeuchte-Index (SMI) fuer die gesamte Bodenschicht bis 1,80 Meter Tiefe ab.

Süden und Mitte zeigen moderate bis schwere Trockenheit
Der Suedwesten und die Zentralregionen Nordrhein-Westfalens weisen ueberwiegend orange Flaerben auf, was der Klasse „moderate Duerre“ entspricht. Stellenweise treten rote Flaechen auf, die „schwere Duerre“ anzeigen — besonders im Raum um Koeln, Duesseldorf und in Teilen des Bergischen Landes sowie des suedlichen Ruhrgebiets sind diese Bodenverhaeltnisse deutlich sichtbar. Der Nordwesten und Nordosten des Landes sind dagegen gelb bis blaugruen getoent, was auf normale bis unterdurchschnittlich trockene Bodenfeuchte hindeutet.
Niederschlag und Temperatur verschärfen die Lage
In den vergangenen sieben Tagen fielen im Mittel 7,5 Millimeter Niederschlag — deutlich unter dem Durchschnittswert. Die durchschnittliche Temperatur lag bei 22,3 Grad Celsius, mit Spitzenwerten bis 35,3 Grad. Der Gesamtboden reagiert auf kurzfristige Niederschlaege traege: Die 14-Tage-Mittlung auf der Karte spiegelt diese kuerzliche Trockenphase daher nur teilweise wider. Fuer die naechsten drei Tage prognostiziert der Wetterdienst erneut niederschlagsfreies Wetter bei Hoechsttemperaturen um 30,3 Grad — eine Entspannung der Bodenfeuchte ist damit nicht zu erwarten.
Auswirkungen auf Landwirtschaft und Grundwasser
Regionen mit schwerer Duerre (rote Klasse) zeigen Verbrauchszonen, in denen die Bodenverfuegbarkeit von Wasser fuer Pflanzen spuerbar eingeschraenkt ist. Die Landwirtschaft in Mittel- und Suedwestnordrhein-Westfalen sollte Bewaesserungsmassnahmen beobachten und gegebenenfalls anpassen. Gleichzeitig ist bei prolongiertem moderatem Niederschlagsdefizit mit spaeterer Auswirkung auf das Grundwasser zu rechnen, da der Gesamtboden bis 1,80 Meter nur langsam auf Trockenheit reagiert — die aktuelle Karte zeigt daher oft erst die verzoegerte Folge von Niederschlagsdefiziten aus den Wochen zuvor.
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