Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe zeigt in Nordrhein-Westfalen ein gemischtes Bild. Etwa 55 Prozent der Landesfläche sind von orange bis dunkelrot gefärbt und weisen moderate bis extreme Trockenheit auf. Der Süden und die Mitte des Landes sind am stärksten betroffen. Im Norden und Nordwesten dominieren dagegen hellgelbe und vereinzelte orange Bereiche, die auf ungewöhnlich bis moderat trockene Verhältnisse deuten.

Südwestliche Regionen unter extremer Dürre
Dunkelrot, das Zeichen extremer Dürre, prägt das südwestliche Ruhrgebiet, Teile des Bergischen Lands und Anteile der Region um Köln. Das Rheinland südlich von Köln zeigt überwiegend rote Färbung, was auf schwere Dürre hindeutet. Der Westen entlang der niederländischen Grenze bleibt mit orange bis hellgelben Flecken deutlich feuchter. Im Norden, in Ostwestfalen und Teilen des Münsterlandes, überwiegen hellgelbe Flächen mit vereinzelten orangefarbenen Inseln.
Nur 6,8 Millimeter Regen — Bodentrocknung setzt sich fort
In der vergangenen Woche fiel durchschnittlich 6,8 Millimeter Niederschlag — eine geringe Menge, die den Boden bis 1,80 Meter Tiefe nur oberflächlich benetzt. Die Durchschnittstemperatur lag bei 17,7 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 30,8 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Bei dieser Temperatur und der bisherigen Wasserzufuhr wird die Bodentrocknung in bereits betroffenen Regionen fortdauern.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Kulturen in der späten Wachstumsphase sind auf verfügbares Bodenwasser angewiesen. Künstliche Bewässerung kann das Defizit nur regional ausgleichen. Der Grundwasserneubildung schaden die weiterhin geringen Niederschläge erheblich — unter diesen Bedingungen findet praktisch keine natürliche Auffüllung der Speicher statt. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen Stresssymptome; die Waldbrandgefahr bleibt erhöht.
Aussichten für Niederschlag – 23,4 Millimeter erwartet
Für die kommenden drei Tage sind durchschnittlich 23,4 Millimeter Niederschlag zu erwarten. Die Höchsttemperatur wird auf 25,6 Grad Celsius prognostiziert. Diese Niederschlagsmenge kann eine spürbare Erholung des Oberbodens bringen, wird aber für eine deutliche Entspannung in tieferen Schichten nicht ausreichen.
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