Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Nordrhein-Westfalen ein gemischtes Bild. Während der Norden und Osten des Landes weitgehend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, dominieren im Westen und vor allem im Süden moderate bis schwere Trockenheitsgrade. Etwa 40 bis 50 Prozent der Landesfläche sind von moderater oder schwerer Dürre betroffen.

Süden und Westen mit deutlicher Trockenheit
Im Süden Nordrhein-Westfalens, besonders in Teilen des Bergischen Landes und der südlichen Mittelgebirgsregionen, zeigt die Karte schwere Dürre bis in 1,80 Meter Tiefe. Im westlichen Landesteil, um das Rheinland, dominiert moderate Dürre. Der Nordwesten hingegen und große Teile des nördlichen Berglands zeigen normale Bodenfeuchtigkeit, teilweise sogar feuchte Verhältnisse.
Niederschlag der vergangenen Woche verstärkt Befund
In der vergangenen Woche fielen im Durchschnitt 16,3 Millimeter Regen. Zwar benetzen diese Mengen den Oberboden, doch die Trockenheit in der Tiefe wirkt sich weiterhin aus. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge — die anhaltenden trockenen Phasen der Vorwochen haben deutliche Spuren hinterlassen. Landwirtschaftliche Kulturen in den betroffenen Regionen können auf diese Tiefenwasserspeicher angewiesen sein, besonders bei Mais und Zuckerrüben während kritischer Wachstumsphasen.
Aussichten für Niederschlag — 20,2 Millimeter erwartet
In den kommenden drei Tagen werden 20,2 Millimeter Regen erwartet. Diese Menge könnte den Oberboden vorübergehend entspannen, wird aber auch in den tieferen Schichten nur begrenzte Erleichterung bringen. Ein nachhaltiger Rückgang der Trockenheit in der Tiefe setzt mehrere Regenereignisse voraus.
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