Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt ein gemischtes Bild für Nordrhein-Westfalen. Während der Norden und Osten des Landes überwiegend normal bis feucht sind, dominiert in Süd- und Mittelregionen moderate bis schwere Trockenheit. Etwa 55 Prozent der Landesfläche weist erhöhte Trockenheit auf, etwa 40 Prozent sind normal bis feucht. Die Karte bildet ein 14-Tage-Mittel ab und zeigt den Bodenzustand bis 1,80 Meter Tiefe.

Süden und Mitte deutlich trockener
Im südlichen Nordrhein-Westfalen, besonders in den Bereichen um das Bergland und die Mittelregionen, herrscht schwere Dürre vor. Rote Flecken kennzeichnen Gebiete, in denen der Boden bis in tiefere Schichten an Feuchte mangelt. Der westliche Teil um Aachen und das östliche Sauerland zeigen dagegen orange Färbung, die moderate Trockenheit anzeigt. Der nördliche Landesteil, insbesondere Regionen um das Münsterland und die Niederrheinische Bucht, weisen grüne bis gelbliche Töne auf — dort ist die Bodenfeuchte normal bis vereinzelt ungewöhnlich trocken. Die extremsten Bedingungen (dunkelrot) treten kleinflächig im südlichen Bergland auf.
Jüngste Niederschläge, Tiefe bleibt trocken
In den vergangenen sieben Tagen sind im Landesdurchschnitt 33,7 Millimeter Regen gefallen — eine moderate Menge, die den Oberboden befeuchtet hat. Die Karte zeigt jedoch eine träge Reaktion in der Tiefe: Der Boden bis 1,80 Meter reagiert verzögert auf kurzfristige Niederschläge. Wo tiefere Schichten bereits ausgetrocknet sind, braucht es anhaltenden Regen, um wieder Feuchte in diese Lagen zu bringen. Die durchschnittliche Temperatur der vergangenen sieben Tage lag bei 13,3 Grad Celsius, was noch typisch für Oktober ist. Die Höchsttemperatur erreichte 22,6 Grad Celsius.
Folgen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt
Die moderate bis schwere Trockenheit in Süd- und Mitte gefährdet noch feuchtigkeitsempfindliche Kulturen und erschwert die Wasserspeicherung für die kommende Vegetationsperiode. Im Herbst ist ausreichende Bodenfeuchte für die Keimung von Winterkulturen entscheidend. Grundwasserneubildung findet nur dort statt, wo der Boden ausreichend wasserdurchlässig ist — in trockenen Bereichen verzögert sich dieser Prozess erheblich. In den normal bis feuchten Gebieten des Nordens und Ostens sind solche Probleme nicht zu erwarten.
Aussichten für Niederschlag – sehr wenig Regen in den nächsten drei Tagen
In den kommenden drei Tagen werden für Nordrhein-Westfalen nur 1,1 Millimeter Niederschlag erwartet. Diese Menge reicht nicht aus, um den Boden bis in die Tiefe zu befeuchten. Die erwartete Höchsttemperatur liegt bei 17,4 Grad Celsius, die Tiefsttemperatur bei 5,4 Grad Celsius. Wetterbedingungen sind trocken mit gelegentlichen Regenschauern. Die anhaltende Trockenheit in den südlichen und mittleren Landesteilen dürfte sich ohne stärkere Niederschlagsysteme nicht wesentlich entspannen.
Den aktuellen Wetterbericht für Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.
Mehr zum Wetter und den Folgen:
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.