Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt ein gemischtes Bild für Nordrhein-Westfalen. Während der Norden und Teile der Mitte überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, verzeichnen der Süden und östliche Bereiche erhebliche Trockenheit. Etwa 40 bis 45 Prozent der Landesfläche sind von schwerer Dürre betroffen, weitere 15 bis 20 Prozent von moderater Dürre.

Süden und Ostrand am stärksten ausgetrocknet
Das Ruhrgebiet, das Bergische Land und die südlichen Bereiche der Landesfläche zeigen durchgehend rote Färbung, was schwere Dürre anzeigt. Im südwestlichen Bereich sind sogar dunkelrote Flecken sichtbar, die extreme Dürre kennzeichnen. Der östliche Rand, insbesondere Teile des Münsterlands, verzeichnet moderate bis schwere Trockenheit. Nur der Norden und Nordwesten zeigen grüne und blaugrüne Färbungen – hier liegt der Boden bis 1,80 Meter Tiefe im normalen bis feuchten Bereich. Diese räumliche Aufteilung wird geprägt durch die unterschiedliche Niederschlagsverteilung der vergangenen zwei Wochen.
Regen der vergangenen Woche reicht nicht aus
In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 10,6 Millimeter Niederschlag – unter dem langfristigen Durchschnitt für Oktober. Die Temperaturen lagen mit 12,7 Grad Celsius im normalen Bereich, wobei die Höchsttemperatur 22,3 Grad erreichte. Da die Dürrekarte den Bodenzustand bis in 1,80 Meter Tiefe abbildet und diese Schichten träge auf Niederschlag reagieren, wirkt sich die bisherige Regenmenge nicht deutlich auf die tieferen Bodenschichten aus. Die anhaltende Trockenheit im Süden belastet bereits Grundwasserbestände und die Wasserversorgung in betroffenen Regionen.
Aussichten für Niederschlag – 5,8 Millimeter erwartet
In den kommenden drei Tagen werden etwa 5,8 Millimeter Niederschlag erwartet, bei Höchsttemperaturen um 14,4 Grad Celsius. Diese Regenmenge ist für eine spürbare Entspannung des Bodenzustands zu gering – besonders im Süden dürfte sich die Trockenheit in den tieferen Schichten nicht wesentlich verbessern. Ein stabileres Niederschlagsmuster wäre erforderlich, um die moderate bis schwere Dürre zu lindern.
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