Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt in Nordrhein-Westfalen ein gemischtes Bild. Während der Norden und Teile der Mitte überwiegend grüne bis hellgelbe Bereiche aufweisen, dominieren in Süd- und Südwestfalen orange- und rötliche Färbungen. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe ist demnach in etwa 55 bis 60 Prozent der Landesfläche von mindestens moderater Trockenheit betroffen, während der Rest normal bis leicht feucht ist.

Süden und Südwesten deutlich trockener
Besonders die südlichen Landesteile zeigen ausgeprägte Trockenheit. Im Bergischen Land, in Teilen des Sauerlandes und rund um das Siegerland sind schwere Dürren (rot) zu beobachten. Einzelne Flecken mit extremer Dürre (dunkelrot) sind im Südwesten zwischen Köln und Wuppertal sowie im Ostmünsterland erkennbar. Der Norden dagegen — etwa die Regionen um Münster und Osnabrück — bleibt überwiegend grün bis gelb. Das Ruhrgebiet und die Westfälische Bucht nehmen eine Mittelposition ein mit orange und gelblichen Anteilen.
Spärlicher Niederschlag in der Vorwoche
In den vergangenen sieben Tagen fiel im Durchschnitt nur 4,7 Millimeter Regen — deutlich unter dem für November üblichen Wert. Die Durchschnittstemperatur lag bei 9,5 Grad Celsius, die Höchsttemperatur der Woche betrug 18 Grad. Diese Kombination aus wenig Wasser und gemäßigter Wärmezufuhr verhindert eine schnelle Entspannung in der Tiefe: Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschlagsmengen. Der fehlende Regen verstärkt die bereits bestehende Trockenheit in den südlichen Gebieten, während der Norden von seinen feuchteren Verhältnissen zehrt.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen
Die kommenden 72 Stunden bringen kein Niederschlagsereignis. Die erwartete Höchsttemperatur liegt bei 9,7 Grad Celsius. Ohne Wasserzufuhr werden die bereits trockenen Bereiche im Süden weiterhin an Feuchte verlieren, während sich auch die norddeutschen Regionen nicht erholen können. Erst bei Niederschlagsmengen von mindestens 10 bis 15 Millimetern würde der Boden in der Tiefe merklich reagieren.
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