Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt für Nordrhein-Westfalen ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Der Süden und die Landesmitte sind überwiegend von moderater bis schwerer Dürre betroffen, während der Norden und Osten weniger trockene Bedingungen aufweisen. Das 14-Tage-Gleitende Mittel der UFZ-Karte vom 27. Juli dokumentiert damit eine gespannte, regional jedoch ungleich verteilte Situation.

Südliche Landesteile deutlich trockener
Die südlichen und zentralen Regionen Nordrhein-Westfalens zeigen überwiegend orange Färbung (moderate Dürre), stellenweise rot gefärbt (schwere Dürre). Besonders betroffen sind Bereiche des südlichen Ruhrgebiets, des Bergischen Landes und der südwestlichen Landeskammer. Der äußerste Südwesten des Landes weist stellenweise dunkelrot gefärbte Pixel auf, die eine extreme Dürre gemäß UFZ-Klassifizierung (statistisch alle 30 Jahre) andeuten. Der Norden und Nordosten hingegen zeigen überwiegend gelbe bis orange Färbung mit Inseln von grünen Bereichen, die auf weniger angespannte Bedingungen hinweisen.
Nur 10,9 mm Niederschlag in sieben Tagen
Die aktuellen Wetterdaten verschärfen die Lage zusätzlich. In den letzten sieben Tagen fielen im Durchschnitt nur 10,9 Millimeter Niederschlag – eine für Sommervegetation und Bodennachschub unzureichende Menge. Die kommenden drei Tage bringen keine Entlastung: Es ist kein Niederschlag prognostiziert, während die Höchsttemperaturen auf 34,6 Grad Celsius ansteigen werden. Diese Kombination aus Trockenheit und Hitze wirkt sich insbesondere auf den Oberboden aus, während der Gesamtboden aufgrund seiner Trägheit die Auswirkungen der letzten zwei Wochen noch stärker widerspiegelt als kurzfristige Ereignisse.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasserneubildung
Die moderate bis schwere Dürre in weiten Teilen des Südens und der Mitte Nordrhein-Westfalens hat spürbare Konsequenzen für Sommerfrüchte und Weideflächen. Pflanzen mit tieferen Wurzeln können noch aus feuchteren Bodenschichten Wasser beziehen, doch oberflächliche Kulturen und Gräser sind unter Stress. Die schleppende Grundwasserneubildung – bedingt durch ausbleibende Niederschläge und hohe Verdunstung – könnte sich auf die Verfügbarkeit von Trinkwasser auswirken, falls die Trockenphase anhalten sollte. Der Norden des Landes mit noch ausgeglichenerem Feuchtehaushalt bleibt weniger anfällig. Der UFZ-Duerremonitor wird wöchentlich aktualisiert und bietet damit kontinuierliche Orientierung über die Entwicklung.
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