Die aktuelle Duerrekarte des UFZ-Duerremonitors zeigt Rheinland-Pfalz am 9. August 2026 ueberwiegend in schwerer Duerre. Rot- und dunkelrote Toene praegen das Kartenbild — etwa 75 Prozent der Region sind mindestens in schwere Duerre (Klasse 3) eingefaerbt, groessere Teile davon in extreme Duerre (Klasse 4). Nur in wenigen suedlichen und oestlichen Randlagen erscheinen orange Flaechen (moderate Duerre) oder gelbe Inseln (ungewoehnlich trocken). Die Karte bildet ein 14-Tage-Gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe ab und wird woechentlich aktualisiert.

Mitte und Norden am stärksten betroffen
Das Rheinische Schiefergebirge, die Moselregion, das Hunsrueck-Eifel-Gebiet und die Bereiche um Koblenz zeigen ueberwiegend dunkelrot — dies kennzeichnet extreme Duerre (statistisch alle 30 Jahre). Der Nordwesten um Bad Neuenahr-Ahrweiler ist ebenso betroffen. Die Vorderpfalz und Teile der Rheinhessischen Hochflaechen sind rot gefaerbt (schwere Duerre). Der Suedpfalz und dem Wasgau-Rand ist eine leicht bessere Situation anzulesen — dort dominieren orange Toene, teilweise mit roten Flecken. Ueberall sind ausgedehnte Areale ohne feuchte oder normale Bodenaufzeichnungen sichtbar.
Sieben Tage ohne Niederschlag, 32 Grad in Sicht
Die Wetterlage verschaerft die Situation. In den letzten sieben Tagen ist kein Niederschlag gefallen (Durchschnitt: 0 mm). Die Lufttemperatur lag bei durchschnittlich 21,7 Grad Celsius, die Hoechsttemperatur erreichte 31,9 Grad. Fuer die kommenden drei Tage ist keine Aenderung zu erwarten — der Niederschlag bleibt aus (0 mm), und die Temperaturen klettern erneut auf 31,7 Grad. Der Gesamtboden, dessen Feuchte sich nur traege auf kurzfristige Wetterereignisse reagiert, wird durch diese trockene und warme Phase weiter belastet. Der Oberboden hat sich unter diesen Bedingungen bereits merklich erhoelt, die tieferen Schichten zeigen aber noch die Auswirkungen der vorangegangenen Trockenperiode.
Landwirtschaft und Grundwasser unter Druck
Schwere bis extreme Duerre beeintraechtigt die verbleibende Vegetationsperiode merklich. Kulturen in der Feldwirtschaft und im Gruenland verzeichnen Ertragsverlueste. Flaechige rote und dunkelrote Zonen bedeuten, dass Wurzeln auch in tiefere Bodenschichten kaum noch Wasser verfuegbar finden — ein deutliches Warnsignal fuer Bewaesserungsbetriebe. Die Grundwasserneubildung ist durch die Langzeitduerre gehemmt; an zahlreichen Messpegeln sind rücklaeutige Tendenzen oder unterdurchschnittliche Staende dokumentiert. Forstbestaende in betroffenen Regionen, besonders in Schiefergebirgen und Eifel, sind anfaelliger fuer Befall und Kronenverlueste. Die Situation verlangt nach kontinuierlicher Beobachtung — erneuter Niederschlag in relevantem Umfang (ueber 20 mm) waere notwendig, um ein Entspannen herbeizufuehren.
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