Bodenfeuchte Nordrhein-Westfalen: Moderate Trockenheit in der Mitte, Norden unauffällig

Der UFZ-Duerremonitor zeigt für Nordrhein-Westfalen am 9. August 2026 ein differenziertes Bild: Während der Norden und Nordosten des Landes grünlich und gelb gefärbt sind – also Bodenfeuchte im normalen Bereich –, dominiert in der Mitte und im Süden orange Färbung. Diese entspricht der Klasse „moderate Duerre“ des UFZ-Standards. Rote Flecken (schwere Duerre) treten lokal auf, besonders in südlichen und zentralen Bereichen. Insgesamt ist etwa die Hälfte bis zwei Drittel des Landes von moderater Trockenheit betroffen, während der Norden und Nordwesten unauffällig bleiben.

Aktuelle Dürrekarte Nordrhein-Westfalen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Nordrhein-Westfalen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Mitte und Süden zeigen moderate Trockenheit

Die rote und dunklerrote Färbung konzentriert sich auf die Landesanteile südlich von Köln bis ins Bergische Land sowie auf Teile des östlichen Ruhrgebiets und der östlichen Münsterlandschaft. Diese Bereiche weisen nach der UFZ-Klassifikation schwere bis moderate Duerrezeichen auf – ein statistisches Ereignis von etwa 10–20 Jahren Häufigkeit. Der Norden, insbesondere Ostfriesland und die Emsvermögen, sowie der Nordwesten zeigen hellgelbe bis grüne Töne, was auf normal feuchte bis leicht trockene Verhältnisse hindeutet. Der Nordosten (Weserbergland und angrenzende Regionen) bleibt ebenfalls relativ feucht.

Wenig Niederschlag bei hohen Temperaturen

Die Wetterdaten der letzten sieben Tage verschärfen die Lage in der trockenen Mittage: Mit nur 5,2 mm Durchschnittsniederschlag bei 21,9 °C Durchschnittstemperatur und Spitzenwerten von 31 °C ist die Verdunstung deutlich erhöht. Besonders problematisch ist die Prognose für die nächsten drei Tage: Es wird kein Niederschlag erwartet, die Höchsttemperaturen sollen bis 34 °C erreichen. Die UFZ-Karte zeigt ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens (bis 1,80 Meter Tiefe), der auf Kurzzeittrockenheit träge reagiert. Der Oberboden dürfte unter den aktuellen Bedingungen jedoch kontinuierlich weiter austrocknen.

Auswirkungen auf Landwirtschaft und Wassermanagement

In den orange und rot gefärbten Regionen ist mit spürbaren Auswirkungen auf die Bodenfeuchte zu rechnen. Für Pflanzen mit flachen Wurzelsystemen und für die Grundwasserneubildung stellt die moderate Trockenheit eine Beobachtungssituation dar. Die Waldbestände in der trockenen Mittage – insbesondere im Südwesten – unterliegen erhöhtem Trockenstress. In den feuchteren nördlichen Landesteilen hingegen bleiben die Bedingungen derzeit unkritisch. Das UFZ aktualisiert seinen Duerremonitor wöchentlich; die nächste Aktualisierung wird zeigen, ob die zu erwartende Wärmephase zu einer Ausweitung der moderate-Duerre-Klassen führt.

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