Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors vom 2. August 2026 zeigt für Rheinland-Pfalz ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Der Großteil des Landes wird von der Klasse „schwere Duerre“ (rot) geprägt, die statistisch alle 20 Jahre auftritt. Zusätzlich sind umfangreiche Flächen in die Klasse „extreme Duerre“ (dunkelrot) eingestuft, die sich insbesondere im zentralen und westlichen Bereich erstreckt. Kleinere Areale mit moderater Duerre (orange) und ungewöhnlicher Trockenheit (hellgelb) treten vor allem im Süden und Osten auf. Normalfeuchte oder feuchte Bedingungen sind auf dieser Karte nicht erkennbar.

Zentrum und Westen zeigen höchste Trockenheitsintensität
Die extremsten Bedingungen (dunkelrot) konzentrieren sich auf Teile der Eifel, des Westerwaldes und des angrenzenden Mittelrheingebietes. Die klassische Dürreklasse (rot) flächig in Nord-, West- und Mittelbereichen verbreitet, während der südliche Landesteil und östliche Grenzregionen etwas mildere, aber dennoch deutlich trockene Verhältnisse aufweisen. Der Norden zeigt ebenfalls überwiegend rote Färbung mit einzelnen dunkelroten Pixeln. Lokal treten orange- und gelbgefärbte Flächen auf, deren Vorkommen jedoch flächenmäßig untergeordnet bleibt.
Aktuelles Wetter verschärft Gesamtboden-Defizit
Das aktuelle Wettergeschehen verschärft die Situation. Die letzten sieben Tage brachten im Landesdurchschnitt nur 0,9 Millimeter Niederschlag – deutlich unter dem Normalwert. Die Durchschnittstemperatur lag bei 23 Grad Celsius, die Höchsttemperaturen erreichten 35,6 Grad. Da die UFZ-Karte ein 14-Tage-gleitendes Mittel darstellt, spiegelt sie bereits diese anhaltend trockene Phase wider. Der Gesamtboden – die Schicht bis 1,80 Meter Tiefe – reagiert auf Witterungsschwankungen träge; die roten und dunkelroten Flächenanteile deuten auf Wassermangel hin, der sich über Wochen aufgebaut hat. Für die nächsten drei Tage ist kein Niederschlag vorhergesagt, während Höchstwerte um 31,4 Grad erwartet werden. Ein Wechsel zu feuchteren Bedingungen zeichnet sich derzeit nicht ab.
Folgen für Landwirtschaft und Wasserwirtschaft spürbar
Bei schwerer Duerre (rot) und extremer Duerre (dunkelrot) sind Auswirkungen auf Pflanzenbestände, Grundwasserneubildung und Oberflächengewässer zu erwarten. Landwirtschaftliche Kulturen, insbesondere in Bereichen ohne Bewässerung, erleben Wasserstress. Die Grundwasserstände bleiben unter Druck, da der tiefe Boden nicht ausreichend Wasser speichert. Regionale Wasserversorgungsunternehmen müssen mit erhöhten Anforderungen rechnen. Waldbestände, insbesondere Nadelwälder auf flachgründigen Böden, sind anfällig für Trockenstress und Schädlingsbefall. Die UFZ aktualisiert den Duerremonitor wöchentlich; die nächste Karte wird zeigen, ob sich die Trockenheit weiter intensiviert oder durch mögliche Niederschlagsereignisse leicht abschwächt.
Den aktuellen Wetterbericht für Rheinland-Pfalz finden Sie hier.
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