Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors vom 1. August 2026 zeigt ein Bild deutlicher Trockenheit im Gesamtboden (bis 1,80 m Tiefe). Das 14-Tage-gleitende Mittel dokumentiert überwiegend rote Flaechen – das entspricht der Klasse „schwere Duerre“ – sowie einzelne dunkelrote Areale („extreme Duerre“). Nur im suedoestlichen Randbereich finden sich gelbe und orange Flaechen mit etwas hoeherer Bodenfeuchte. Bodenverhaeltnisse, die als normal oder feucht zu bezeichnen waeren, sind auf der Karte kaum sichtbar.

Rotes Muster mit dunkelroten Hotspots
Die Verteilung zeigt ein klares Nord-Sued-Gefaelle mit regionalen Unterschieden: Der Norden und die Mittelbereiche des Saarlandes sind durchgaengig rot eingefaerbt – schwere Duerre nach UFZ-Definition. In der westlichen Haelfte bis zum Mittelgebirge treten dunkelvioette und dunkelrote Flaechen auf, die auf extreme Trockenheit hindeuten. Der Sueden und Osten zeigen etwas haeufiger orange- und gelbtoerige Pixel, was auf moderat bis ungewoehnlich trocken deutet. Insgesamt ist aber fast das gesamte Bundesland von Duerreflaechen der Klasse 3 oder 4 betroffen – eine deutliche Verschaerfung der Bodenfeuchte-Situation.
Aktuelles Wetter verstärkt das Defizit
Die Wetterdaten verstaerken das Bild: In den letzten sieben Tagen ist im Schnitt null Millimeter Niederschlag gefallen. Gleichzeitig lagen die Durchschnittstemperaturen bei 23,6 Grad Celsius, mit Spitzenwerten bis 35 Grad. Fuer die naechsten drei Tage ist kein Niederschlag in Sicht – die Hoechsttemperaturen werden mit 35,6 Grad erneut sehr hoch ausfallen. Die Karte reagiert auf Bodenfeuchte-Aenderungen mit einer Verzoegerung von etwa zwei Wochen; das aktuelle Wetter wird die rote Flaechen-Dominanz in den kommenden Wochen daher eher noch verstaerken als abschwaechen. Der Gesamtboden trocknet kontinuierlich aus.
Folgen für Landwirtschaft und Wasserbaushalt
Schwere Duerre nach UFZ-Standard bedeutet Bodenfeuchte-Werte, die statistisch nur alle 20 Jahre auftreten. Für Landwirtschaft bedeutet dies anhaltende Bewirtschaftungserschwernisse: Keimung von Aussaaten wird gebremst, etablierte Pflanzen brauchen zusaetzliche Bewaesserung. Im Wald foerdert dieses Trockenstress-Szenario Schaedlingsbefall und Bruchgefahr. Die Grundwasser-Auffuellungsraten sind deutlich reduziert – ein Problem fuer langfristige Wasserversorgung, falls die Trockenphase anhaelt. Die kommenden beiden Augustwochen werden zeigen, ob sich das Wetter dreht oder ob die Duerre sich vertieft.
Weitere Informationen zum UFZ-Duerremonitor – aktualisiert woechentlich – finden Sie auf den Seiten des Helmholtz-Zentrums fuer Umweltforschung.
Den aktuellen Wetterbericht für Saarland finden Sie hier.
Mehr zum Wetter und den Folgen:
