Bodenfeuchte Sachsen: 38 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit lässt nach

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Sachsen ein gemischtes Bild. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung dokumentiert überwiegend rote und dunkelrote Bereiche in der Mitte und im Westen des Landes, die schwere bis extreme Dürre anzeigen. Orangefarbene Zonen folgen in mehreren Landesteilen und deuten auf moderate Trockenheit hin. Der Süden und Südosten zeigen stellenweise hellgelbe Flecken mit ungewöhnlicher Trockenheit, während der Norden und Nordosten gemischter ausfallen.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Schwere Trockenheit von der Lausitz bis zur Erzgebirgsregion

Dunkelrot dominiert in breiten Streifen vom Erzgebirgsvorland bis zur Oberlausitz und zeugt von extremer Dürre. Die Regionen um die Elbe-Mulde-Ebene und große Teile des Dresdner und Leipziger Raums sind von rot gefärbten Zonen geprägt, wo schwere Trockenheit herrscht. Vereinzelt zeigen sich in der Oberlausitz sowie südlich von Dresden hellgelbe und orange Pixel, die leicht bessere Bedingungen widerspiegeln. Der äußerste Osten und der Norden haben mit orange und gelblich gefärbten Gebieten etwas günstigere Bodenfeuchte.

Jüngste Niederschläge wirken sich auf den Oberboden aus

In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 38 Millimeter Niederschlag — eine nennenswerte Menge. Die Durchschnittstemperatur lag bei 17,1 Grad Celsius. Während diese Niederschläge den oberflächlichen Bodenschichten Erleichterung bringen, reagiert der tiefere Boden bis 1,80 Meter träge auf kurzfristige Wasserzufuhr. Die Dürrekarte, die ein 14-Tage-Mittel darstellt, bildet diese oberflächliche Erholung noch nicht vollständig ab. Die in den kommenden drei Tagen erwarteten Höchsttemperaturen von 22 Grad Celsius sind moderat und begünstigen eine etwas geringere Verdunstung.

Folgen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt

Für Kulturen in der fortgeschrittenen Wachstumsphase bleibt die schwere und extreme Dürre in weiten Teilen Sachsens eine Belastung. Besonders die tief verwurzelten Arten sind auf Bodenwasser in tieferen Schichten angewiesen — das oberflächliche Wasser kann dieses Defizit nur teilweise kompensieren. Forstbestände in den betroffenen Regionen zeigen Stresssymptome. Die Grundwasserneubildung wird durch die fehlende Wasserzufuhr in tiefere Schichten beeinträchtigt, was langfristig die Speicher der Region angreift.

Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen

Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten. Damit wird sich die Wasserversorgung des tieferen Bodens nicht verbessern. Die moderate Wärme bremst zwar die Verdunstung, doch ohne Niederschlag wird sich die Trockenheitslage in den bereits betroffenen Regionen stabilisieren.

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