Bodenfeuchte Sachsen: 29,1 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit im Westen

[Teilweise zu trocken]

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Sachsen ein gemischtes Bild. Während der Westen und Norden überwiegend von orange und hellgelb geprägt sind, was moderate bis ungewöhnliche Trockenheit anzeigt, konzentriert sich die schwere Dürre im zentralen und südwestlichen Teil des Landes. Dort dominiert rote Färbung, insbesondere um die Region Leipzig-Halle und südlich davon. Kleine Flecken dunkelrot deuten auf extreme Dürre hin, bleiben aber räumlich begrenzt.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Mitte stärker betroffen als der Norden

Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt regionale Unterschiede: Im Südwesten, etwa um Chemnitz, überwiegt rot mit vereinzelten dunkelroten Pixeln. Die Region um Leipzig bis zur Elbe ist von roten Flächen geprägt, die schwere Dürre kennzeichnen. Der Norden und Nordosten hingegen zeigen eher orange bis hellgelbe Färbung, mit einzelnen grünen Flecken, die auf normalere Feuchtegehalte deuten. Im äußersten Osten finden sich stellenweise gelbe Bereiche, die auf ungewöhnliche Trockenheit hindeuten.

Regen der vergangenen Woche mildert Oberboden, Tiefe bleibt trocken

In der vergangenen Woche fiel in Sachsen durchschnittlich 29,1 Millimeter Regen bei einer Durchschnittstemperatur von 15,8 Grad Celsius. Diese Niederschlagsmenge reicht aus, um den Oberboden temporär zu erfrischen. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert jedoch träge auf kurzfristige Niederschläge — die tieferen Schichten zeigen daher noch die Auswirkungen der vorherigen Trockenphase. Der Niederschlag hat die schwere Dürre in der Mitte und im Südwesten des Landes bislang nicht aufgelöst.

Folgen für Landwirtschaft und Grundwasserneubildung

Die schwere Dürre in den südwestlichen und zentralen Landesteilen belastet die Verfügbarkeit von Bodenwasser für Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen. Künstliche Bewässerung kann regionale Defizite nur begrenzt ausgleichen. Für die Grundwasserneubildung wirkt sich die anhaltende Trockenheit in diesen Regionen spürbar aus — eine natürliche Auffüllung der Speicher verläuft deutlich langsamer. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen bereits Stresssymptome. Im Norden und Nordosten mit moderaten bis ungewöhnlichen Trockenheitsbedingungen ist die Situation deutlich entspannter.

Aussichten für Niederschlag – vier Millimeter erwartet

Für die kommenden drei Tage werden durchschnittlich vier Millimeter Niederschlag erwartet. Diese Menge reicht aus, um den Oberboden leicht zu befeuchten, wird die Trockenheit in der Tiefe aber nicht wesentlich verändern. Die erwartete Höchsttemperatur liegt bei 26,9 Grad Celsius. Die Trockenheit in Süd- und Mittelsachsen wird sich unter diesen Bedingungen nicht kurzfristig entspannen.

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