Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Sachsen ein gemischtes Bild. Der Norden und Osten sind überwiegend von moderater Dürre betroffen, die Mitte und der Süden zeigen schwere Trockenheit bis in eine Tiefe von 1,80 Meter. Nur kleinere Flächen im äußersten Osten weisen normale bis leicht erhöhte Bodenfeuchte auf.

Schwere Trockenheit in der Landesmitte
Der Raum zwischen Leipzig und Dresden ist am stärksten ausgetrocknet. Hier dominiert schwere Dürre mit einzelnen Flecken extremer Trockenheit. Im Norden Sachsens, besonders im Raum um Cottbus, setzt sich moderate Dürre durch. Der Westen zeigt eine Mischung aus moderater und schwerer Dürre. Der äußerste Osten bleibt teilweise grün und belegt damit normale Bodenverhältnisse.
Niederschlag bleibt unter Normalniveau
In der vergangenen Woche fielen im Durchschnitt 8,5 Millimeter Regen — deutlich unter dem saisonalen Normalniveau für Mitte Oktober. Die Durchschnittstemperatur lag bei 10,9 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 19,4 Grad. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge: Die gemessene Regenmenge reicht nicht aus, um die Trockenheit in der Tiefe zu beheben. Der bisherige Herbst bestätigt damit den anhaltenden Wassermangel aus dem Sommer und Frühherbst.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Die schwere Trockenheit in der Landesmitte belastet Herbstaussaaten und Winterkulturen. Keimung und Wurzelbildung sind auf trockenen Böden erschwert. Für die Grundwasserneubildung ist der aktuelle Zustand ungünstig — die oberflächlich feuchteren Schichten nach Regenfällen täuschen über die Trockenheit in der Tiefe hinweg, wo Speicherung stattfindet.
Aussichten für Niederschlag – kaum Besserung in Sicht
In den kommenden drei Tagen werden nur 1,2 Millimeter Regen erwartet. Das ist zu wenig, um eine spürbare Verbesserung der Bodenverhältnisse zu erreichen. Die Höchsttemperaturen liegen bei etwa 14,2 Grad Celsius. Ohne signifikante Regenmengen bleibt die Trockenheit bestehen.
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