Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt fuer Sachsen-Anhalt am 6. August 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Der ueberwiegende Teil des Bundeslandes ist von moderater Duerre (orange) bis schwerer Duerre (rot) betroffen, waehrend kleinere Bereiche noch Verhaeltnisse zeigen, die als „ungewoehnlich trocken“ (hellgelb) einzuordnen sind. Nur im äussersten Westen und lokal im Norden sind feuchte Bodenbedinungen (gelb-gruen) erkennbar.

Süden und Osten am stärksten betroffenen
Die Karte offenbart eine klare räumliche Struktur. Der Süden und Südosten Sachsen-Anhalts, insbesondere um die Regionen zwischen 51,5°N und 52°N sowie östlich von 12°E, zeigen überwiegend rote Flecken – die Klasse „schwere Duerre“. Diese Zonen sind statistisch etwa alle 20 Jahre anzutreffen. Auch die Mitte des Bundeslandes, vor allem im Bereich der Harz-Regionen und der angrenzenden Ackerbaugebiete, weist großflächig orange Färbung auf (moderate Duerre, alle 10 Jahre). Der Westen und die nördlichen Teile sind weniger intensiv betroffen und zeigen eher hellgelbe bis orange Muster. Dunkelrote oder violette Bereiche – Indikatoren für extreme oder außergewöhnliche Duerre – sind auf dieser Karte nicht erkennbar.
Niederschlag der letzten Woche reicht nicht aus
In den letzten 7 Tagen fiel im Durchschnitt über Sachsen-Anhalt 27,8 Millimeter Regen. Obwohl diese Menge oberflächlich als Normalwert wirken kann, muss berücksichtigt werden, dass der UFZ-Duerremonitor ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Gesamtbodens darstellt. Der tiefe Bodenhorizont bis 1,80 Meter reagiert träge auf kurzfristige Niederschlaege – die rote und orange Färbung spiegelt also eine akkumulierte Trockenheit der vorangegangenen Wochen wider. Der aktuelle Regen hat den Oberboden zwar kurzfristig befeuchtet, drang aber noch nicht tief in das Bodenprofil ein. Fuer die naechsten drei Tage ist kein Niederschlag prognostiziert, waehrend Hoechsttemperaturen um 32,8°C erwartet werden – Bedingungen, die die oberflächliche Austrocknung beschleunigen.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Die flächenhafte moderate bis schwere Duerre erfordert Aufmerksamkeit in der Landwirtschaft. Sommergetreide und Rüben sind in den rot eingefärbten Regionen des Südens und Südostens unter Trockenstress – Ertragsverluste sind dort wahrscheinlich. In orange gefärbten Bereichen ist die Situation weniger kritisch, bleibt aber angespannt. Die Grundwasserneubildung wird durch die persistente Trockenheit belastet; eine Erholung ist ohne mehrtägige, kräftige Niederschlaege nicht zu erwarten. Forstbetriebe sollten Waldbrände weiterhin als Risiko im Blick behalten, besonders in den südlichen und östlichen Landkreisen. Der woechentlich aktualisierte UFZ-Duerremonitor wird die Entwicklung in den kommenden Tagen zeigen.
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