Die aktuelle UFZ-Duerremonitor-Karte zeigt für Sachsen zum 6. August 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden (bis 1,80 m Tiefe). Der überwiegende Teil des Bundeslandes wird von den Klassen Orange (moderate Duerre) und Rot (schwere Duerre) geprägt, während nördliche und östliche Randbereiche teilweise in den Klassen Hellgelb oder Orange verbleiben. Das 14-Tage-Gleitende Mittel der UFZ-Karte zeigt damit eine flächig erhöhte Trockenheit an.

Zentral- und Südraum deutlich trocken
Die schwerwiegendsten Trockenheitszustände (rote Färbung, Klasse 3 / schwere Duerre) konzentrieren sich auf Zentral- und Südsachsen, insbesondere im Bereich zwischen Leipzig und Dresden sowie in Teilen des südlichen Hügellandes. Großflächig orange gefärbte Regionen (moderate Duerre, Klasse 2) umgeben diese roten Kerne und erstrecken sich über weite Teile der mittelsächsischen Ebenen und des nördlichen Berglands. Der Norden und Nordosten zeigen teilweise hellgelb gefärbte Pixel (ungewöhnlich trocken, Klasse 1), was auf eine leicht weniger ausgeprägte, aber immer noch erhöhte Trockenheit hindeutet. Blau- oder Grüntöne, die normale bis feuchte Bedingungen signalisieren würden, sind auf der Karte nur minimal sichtbar.
Anhaltende Trockenheit trotz Wochenregen
In den vergangenen 7 Tagen fielen in Sachsen durchschnittlich 10,1 mm Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 21,8 °C und Spitzenwerten bis 34,4 °C. Diese Regenmenge ist unterdurchschnittlich und reicht nicht aus, um die Trockenheitstrends zu unterbrechen. Hinzu kommt: Der UFZ-Duerremonitor bildet den Gesamtboden ab, der träge auf kurzfristige Niederschläge reagiert. Zwar kann der Oberboden sich oberflächlich kurzzeitig erholen, die tieferen Schichten speichern aber nur bei anhaltenden Niederschlagsreihen nennenswert Feuchtigkeit ein. Die Wettervorhersage für die nächsten 3 Tage deutet mit 0 mm erwarteter Niederschlag und Höchsttemperaturen um 31,5 °C auf eine Fortsetzung der Trockenphase hin.
Folgen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt
Die großflächige Ausprägung von Klasse 2 (moderate Duerre) und Klasse 3 (schwere Duerre) in Sachsen erfordert intensivere Bewässerung in der Landwirtschaft, besonders bei empfindlichen Kulturen wie Zuckerrüben und Gemüse. Waldbestände in den betroffenen Regionen befinden sich unter Wasserstress, was die Vitalität und Schädlingsabwehr beeinträchtigt. Die Grundwasserneubildung läuft unterdurchschnittlich ab; bei Fortdauer der Trockenheit drohen langfristig sinkende Grundwasserspiegel. Der UFZ aktualisiert die Duerremonitor-Karten wöchentlich – regelmäßige Kontrollen sind angezeigt, um frühzeitig Veränderungen zu erkennen.
Den aktuellen Wetterbericht für Sachsen finden Sie hier.
Mehr zum Wetter und den Folgen:
