Bodenfeuchte Sachsen-Anhalt: 13,4 Millimeter Regen in 7 Tagen, Trockenheit hält an

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter in Sachsen-Anhalt ist überwiegend von schwerer bis extremer Dürre betroffen. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass etwa 65 Prozent der Landesfläche dunkelrot oder rot gefärbt sind. Das Zentrum aktualisiert die Karte wöchentlich als 14-Tage-Mittel. Der Süden und die Mitte des Landes sind am stärksten ausgetrocknet, während vereinzelte hellgelbe und orange Bereiche im Norden und Westen auf ungewöhnlich bis moderat trockene Verhältnisse hindeuten.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen-Anhalt (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen-Anhalt (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Mitte unter extremer Dürre

Dunkelrot dominiert in den südlichen und mittleren Landesteilen zwischen dem Südharz und dem Elstertal. Hier herrscht extreme Dürre vor. Im mittleren Bereich um Halle und Merseburg zeigen sich rote Pixel, was auf schwere Dürre hindeutet. Im Norden, etwa um Magdeburg und in der Altmark, wechseln sich orange- und rötlich gefärbte Gebiete ab. Der äußerste Nordwesten zeigt hellgelbe Flecken mit ungewöhnlich trockenen Bedingungen.

13,4 Millimeter Regen in der Vorwoche

In der vergangenen Woche fiel durchschnittlich 13,4 Millimeter Niederschlag — eine Menge, die dem Oberboden kurzfristig Entlastung bringt, aber die ausgetrockneten tieferen Schichten nicht ausreichend auffüllt. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,8 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 35,9 Grad Celsius. Diese Hitze bei nur moderaten Regenmengen wird die Bodentrocknung in den bereits betroffenen Regionen fortsetzen.

Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser

Die extreme und schwere Dürre gefährdet die Wasserverfügbarkeit für Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen. Künstliche Bewässerung kann diese Defizite nur regional ausgleichen. Der Grundwasserneubildung schaden die weiterhin erhöhten Temperaturen und die unzureichenden Niederschläge. Unter diesen Bedingungen findet eine natürliche Auffüllung der Speicher nur eingeschränkt statt. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen Stresssymptome, die Waldbrandgefahr bleibt erhöht.

Aussichten für Niederschlag – 9,2 Millimeter erwartet

In den kommenden drei Tagen werden etwa 9,2 Millimeter Niederschlag erwartet. Das ist eine geringe Menge, die die Bodentrocknung nur leicht bremsen wird. Die Höchsttemperaturen liegen bei etwa 24,9 Grad Celsius. Die anhaltende Trockenheit in den tieferen Bodenschichten wird sich mittelfristig nicht wesentlich entspannen.

Den aktuellen Wetterbericht für Sachsen-Anhalt finden Sie hier.


Mehr zum Wetter und den Folgen:

» Zum Wetterbericht für Sachsen-Anhalt