Bodenfeuchte Sachsen-Anhalt: 6,8 Millimeter Regen in 7 Tagen — schwere Trockenheit hält an

Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Sachsen-Anhalt ein gemischtes Bild: Während der Norden und Nordwesten überwiegend von moderater Dürre betroffen sind, prägen schwere und extreme Dürre den Süden, die Mitte sowie Teile des Ostens. Etwa 60 bis 65 Prozent der Landesfläche weisen rote oder dunkelrote Färbung auf, was auf deutlich unterschrittene Bodenfeuchte bis 1,80 Meter Tiefe hindeutet.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen-Anhalt (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen-Anhalt (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Mitte am stärksten betroffen

Das Gebiet südlich von Magdeburg bis zur thüringischen Grenze zeigt durchgehend schwere Dürre. Einzelne Flecken dunkelroter Färbung deuten sogar auf extreme Dürre hin — besonders im Bereich zwischen Halle und der Grenze zu Thüringen. Der Norden, insbesondere die Altmark und die Region um Stendal, ist deutlich milder betroffen und zeigt überwiegend orange Färbung (moderate Dürre). Im äußersten Nordwesten treten vereinzelt gelbliche Töne auf, was auf ungewöhnliche Trockenheit hindeutet. Der Osten weist ein heterogenes Muster auf, mit Wechseln zwischen orange und rot.

Schwache Niederschläge verschärfen die Lage

In den vergangenen sieben Tagen sind durchschnittlich 6,8 Millimeter Niederschlag gefallen — deutlich unter dem klimatologischen Soll für Oktober. Dieser Regen reicht nicht aus, um die tieferen Bodenschichten aufzufeuchen. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge; ein solches Defizit über zwei Wochen hinweg zeigt die Karte als konzentriertes Trockenheitssignal. Die durchschnittliche Temperatur der vergangenen sieben Tage lag bei 11,5 Grad Celsius. Die Höchsttemperaturen erreichten bis 17,9 Grad — mild für die Jahreszeit, aber die Kombination aus schwachem Regen und anhaltender Verdunstung verschärft die Bilanz des Bodenwassers.

Für die Landwirtschaft bedeutet dies, dass Getreide und andere Herbstfrüchte unter Wassermangel leiden, wenn sie noch auf dem Feld sind. Grundwasserneubildung findet derzeit nur begrenzt statt. Forst- und Grünlandwirtschaft müssen mit reduzierten Erträgen rechnen.

Aussichten für Niederschlag – 2,9 Millimeter erwartet

In den kommenden drei Tagen werden etwa 2,9 Millimeter Niederschlag erwartet. Dies ist zu wenig, um die Trockenheit spürbar zu lindern. Die Höchsttemperatur wird auf 19,4 Grad ansteigen, die Tiefsttemperatur auf 5,9 Grad sinken. Die Trockenheit wird sich bis dahin eher verfestigen als entspannen.

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Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

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