Bodenfeuchte Sachsen-Anhalt: 6 Millimeter Regen in 7 Tagen — schwere Trockenheit bleibt

Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Sachsen-Anhalt überwiegend in schwerer und extremer Trockenheit. Rot und Dunkelrot dominieren große Teile des Bundeslandes bis in eine Tiefe von 1,80 Meter. Nur im äußersten Westen und in kleineren Bereichen des Nordens treten orange Felder auf; grüne oder blaue Bereiche, die auf feuchte Verhältnisse hindeuten, sind kaum vorhanden.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen-Anhalt (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen-Anhalt (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Mitte am stärksten betroffen

Der südliche Landesteil zeigt durchgehend dunkelrote Färbung — extreme Trockenheit, die statistisch etwa alle 30 Jahre auftritt. Die Mitte des Landes, insbesondere zwischen Magdeburg und Merseburg, ist ebenfalls von schwerer bis extremer Trockenheit gekennzeichnet. Im Norden finden sich Bereiche mit moderater Dürre (orange), doch auch hier überwiegt rot. Besonders die südlichen Bereiche um Sangerhausen und die östlichen Regionen zeigen die intensivsten Trockenheitssignale.

Wenig Niederschlag, anhaltende Hitze

In den vergangenen sieben Tagen fielen durchschnittlich nur 6 Millimeter Regen — deutlich zu wenig, um den Boden bis in die Tiefe zu durchfeuchten. Die Durchschnittstemperatur lag bei 11 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 21 Grad. Diese Werte zeigen eine herbstliche Abkühlung, doch der Wassermangel der Vorwochen und Monate wirkt nach. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge; die tieferen Schichten (bis 1,80 Meter) sind bereits ausgetrocknet und brauchen anhaltende Niederschläge über längere Zeit, um sich zu erholen.

Aussichten für Niederschlag – 11,6 Millimeter erwartet

In den kommenden drei Tagen wird mit etwa 11,6 Millimetern Regen gerechnet. Die Höchsttemperatur wird auf 13,5 Grad fallen, in der Nacht können Werte bis minus 0,9 Grad erreicht werden. Diese Niederschlagsmenge reicht aus, um den Oberboden vorübergehend zu befeuchten, erreicht aber nicht die Tiefenschichten, die für eine spürbare Erholung des Bodens notwendig wären. Schneefall ist nicht zu erwarten. Landwirtschaft und Waldwirtschaft in der Region bleiben mit anhaltender Trockenheit konfrontiert; eine Entspannung zeichnet sich in den nächsten drei Tagen nicht ab.

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