Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors vom 27. Juli 2026 zeigt Sachsen-Anhalt mit ueberwiegend erhoehter Trockenheit. Der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe liegt mehrheitlich in den Klassen „moderate Duerre“ (Orange) und „schwere Duerre“ (Rot). Deutliche Feuchtigkeitsdefizite praegendie Bodenverhaeltnisse in weiten Teilen des Bundeslandes, waehrend nur kleinere Areale — besonders im Nordwesten und vereinzelt im Westen — normale bis feuchte Bodenfeuchte aufweisen.

Südosten am stärksten beeinträchtigt
Der Suedosten Sachsen-Anhalts zeigt die ausgepraegtest Duerre. Die Karte visualisiert hier zusammenhaengende Flaechen in Rot (schwere Duerre), stellenweise mit dunkelroten Inseraten (extreme Duerre). Besonders die Region um Dessau-Rosslau und Suedteile weisen diesen verschaerften Status auf. Die Mitte und der Osten folgen mit ueberwiegend Orange (moderate Duerre). Der Westen und besonders der Nordwesten zeigen demgegenüber ein etwas entspannteres Bild mit Hellgelb (ungewoehnlich trocken) und kleineren feuchten Flaechen in Blaugruen.
Niederschläge bleiben minimal
Die bisherigen sieben Tage brachten Sachsen-Anhalt durchschnittlich nur 3,8 Millimeter Niederschlag — deutlich unter dem Normalwert und damit eine Vertiefung der traegen Gesamtboden-Bilanz, die die UFZ-Karte abbildet. Die kommenden drei Tage versprechen keine Erleichterung: null Millimeter Niederschlag sind prognostiziert, bei Hoechsttemperaturen von 36,6 Grad Celsius. Diese Kombination aus Trockenheit und Hitze wird die Bodenfeuchte in den naechsten Wochen weiter beanspruchen, da der Gesamtboden nur traege auf kurzfristige Wettervariationen reagiert.
Auswirkungen auf Landwirtschaft und Wasserhaltung
Die Bodenfeuchte-Situation erfordert erhoehte Aufmerksamkeit in der Landwirtschaft, insbesondere im suedostlichen Raum. Kulturen mit hohem Wasserbedarf und Zweitkulturen koennen unter dem Feuchtedefizit leiden. Waeldter zeigen in Rotflaechen deutliche Trockenheitsstress-Signale. Fuer die Wasserversorgung bleibt die Situation angespannt: Die traege Reaktion des Gesamtbodens bedeutet, dass selbst bei kommenden Regenfaellen eine Erholung der tieferen Bodenschichten wochen bis monate dauert. Grundwasserneibilungen bleiben beeintraechtigt.
Die Daten stammen vom UFZ-Duerremonitor (Helmholtz-Zentrum fuer Umweltforschung), der woechentlich aktualisiert wird und ein 14-Tage-gleitendes Mittel darstellt.
Den aktuellen Wetterbericht fuer Sachsen-Anhalt finden Sie hier.
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