Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Schleswig-Holstein ein gemischtes Bild. Während der Norden und Teile der Mitte mit feuchten bis normalen Bodenverhältnissen aufwarten, dominiert im Süden und Osten ungewöhnliche Trockenheit. Etwa 65 Prozent der Landesfläche liegen bei hellgelb oder orange, etwa 35 Prozent in normalen bis feuchten Bereichen.

Süden und Osten mit deutlichem Trockenheitsgefälle
Das Trockenheitsmuster verläuft von West nach Ost. Die Region um Lübeck und Ostholstein zeigt ungewöhnliche bis moderate Trockenheit im Boden bis 1,80 Meter Tiefe. Die Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg sind schwächer betroffen. Im Westen, insbesondere in Nordfriesland und Dithmarschen, reichen grüne und blaue Töne bis in den Süden vor — dort haben die Böden ausreichend Wasser. Die Region um Kiel und Bad Segeberg zeigt Übergänge zwischen orange und gelb.
Geringe Niederschläge verstärken das Defizit
In der vergangenen Woche fielen nur 2,8 Millimeter Regen — deutlich unter dem klimatischen Normalwert. Die Durchschnittstemperatur lag bei 15 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 21,9 Grad. Diese Werte sind für Ende September unauffällig, reichen aber nicht aus, um das Bodenwasserdefizit auszugleichen. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge — erst bei anhaltenden Regenfällen dringt Wasser in tiefere Schichten ein. Das 14-Tage-Mittel der Dürrekarte spiegelt diesen Mangel wider.
Aussichten für Niederschlag – 19,1 Millimeter erwartet
In den kommenden drei Tagen werden 19,1 Millimeter Niederschlag erwartet. Das ist ein deutlicher Unterschied zur vergangenen Woche und könnte den Oberboden kurzfristig entspannen. Ob das Wasser bis in 1,80 Meter Tiefe vordringt, hängt davon ab, wie verteilt die Niederschläge fallen und ob sie anhaltend sind. Die Höchsttemperatur wird auf 18,8 Grad, die Tiefsttemperatur auf 8,3 Grad Celsius sinken.
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