Bodenfeuchte Thüringen: 16,3 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate Trockenheit hält an

[Teilweise zu trocken]

Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Thüringen ein gemischtes Bild: Während große Teile der Landesfläche von moderater Dürre betroffen sind, treten im Zentrum und Osten erhebliche Trockenheitsflecken in Rot (schwere Dürre) auf. Der Norden und Osten weisen zudem Bereiche mit ungewöhnlicher Trockenheit auf. Insgesamt dominiert orange auf etwa 55–60 Prozent der Fläche, rot auf etwa 25–30 Prozent.

Aktuelle Dürrekarte Thüringen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Thüringen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Osten am stärksten ausgetrocknet

Die schwerwiegendsten Trockenheitsbedingungen konzentrieren sich im Süden und in der östlichen Mitte Thüringens. Hier zeigt die Karte durchgehend rote Bereiche, die auf schwere Dürre hindeuten. Der Südwesten und Teile des Nordens sind von moderater Dürre (orange) geprägt. Vereinzelt treten im Nordosten auch Bereiche mit ungewöhnlicher Trockenheit auf. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert auf solche Veränderungen träge — kurzfristige Niederschläge wirken sich nur oberflächlich aus.

Niederschlag und Wetterlage geben keine Entlastung

In den vergangenen sieben Tagen fielen in Thüringen durchschnittlich 16,3 Millimeter Regen. Das ist eine bescheidene Menge, die den tieferen Bodenschichten wenig Erleichterung bringt. Die Durchschnittstemperatur lag bei 10,4 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 21,3 Grad. Die Wetterlage bestätigt die Trockenheit: Das Wetter wird derzeit als trocken charakterisiert.

Folgen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt

Die moderate bis schwere Trockenheit beeinträchtigt den Wasserhaushalt in Böden aller Nutzungsarten. Für die Landwirtschaft bedeutet dies, dass Kulturen in den betroffenen Regionen weniger Wasser aus dem Boden aufnehmen können. Dies wirkt sich besonders auf Spätsommerkulturen und die Vorbereitung von Herbstbestellungen aus. Waldbestände und Grundwasserspeicher reagieren ebenfalls auf die anhaltende Mangelsituation, wobei die Regeneration Zeit erfordert.

Aussichten für Niederschlag — keine Entlastung in Sicht

Für die nächsten drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten. Die Höchsttemperatur wird auf 18,2 Grad prognostiziert, die Tiefsttemperatur auf 4,6 Grad. Ohne Regen wird sich die Trockenheit in den oberen Bodenschichten weiter verfestigen. Eine Entspannung der Situation ist auf absehbare Zeit nicht erkennbar.

Den aktuellen Wetterbericht für Thüringen finden Sie hier.


Mehr zum Wetter und den Folgen:

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

» Zum Wetterbericht für Thüringen