Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors vom 5. August 2026 zeigt Thüringen überwiegend in den Trockenheitsklassen Orange und Rot. Das bedeutet: Moderate Duerre und schwere Duerre prägen großflächig die Bodenfeuchte des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe. Nur kleinere Bereiche im Norden und Osten fallen in die mildere Klasse Hellgelb (ungewöhnlich trocken). Normale bis feuchte Bedingungen sind auf der Karte nicht zu erkennen.

Süden und Mitte mit schwerer Dürre belastet
Die schwerwiegendsten Trockenheitsbedingungen (rote Klasse) konzentrieren sich auf Südthüringen, Mittelthüringen und östliche Regionen. Dort herrscht eine schwere Duerre vor, die statistisch etwa alle 20 Jahre auftritt. Der Westen und Südwesten zeigen überwiegend orange Färbung — moderate Duerre, ein Ereignis der 10-Jahre-Häufigkeit. Im äußersten Norden sind Übergänge zu hellgelb (ungewöhnlich trocken) sichtbar, was eine leicht geringere Intensität anzeigt. Insgesamt ist jedoch mehr als 80 Prozent des Landes in den beiden höheren Trockenheitsklassen angesiedelt.
Minimal Niederschlag, kein Ende der Trockenphase in Sicht
Die aktuellen Wetterdaten verschärfen die Lage zusätzlich. In den vergangenen sieben Tagen fiel mit 7,4 Millimetern nur ein Bruchteil der notwendigen Niederschlagsmenge — deutlich unter dem klimatologischen Normalwert. Die Temperaturen lagen bei durchschnittlich 22,7 Grad Celsius, mit Spitzenwerten von 33,4 Grad. Für die kommenden drei Tage prognostizieren die Wetterdienste null Millimeter Niederschlag bei Höchsttemperaturen um 32,3 Grad. Diese trockenen und warmen Bedingungen verhindern eine kurzfristige Erholung selbst des Oberbodens und verstärken die Austrocknung des Gesamtbodens, der als 14-Tage-Gleitendes Mittel träge auf aktuelle Wetterereignisse reagiert.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasserspeicher
Schwere Duerre in großen Landesteilen bedeutet konkrete Auswirkungen: Pflanzen erfahren Wasserstress, Erträge sinken bei feuchtigkeitsabhängigen Kulturen. Der Grundwasserspeicher wird nicht aufgefüllt; langfristig können Defizite entstehen. Der Wald ist durch die Kombination aus Trockenheit und Wärmestress zusätzlich gefährdet. Die aktuelle UFZ-Karte wird wöchentlich aktualisiert und zeigt ein 14-Tage-Mittel; kurzfristige Regenfälle werden also zeitverzögert sichtbar. Ohne deutliche Niederschläge in den kommenden zwei Wochen wird sich die Situation nicht entspannen.
Den aktuellen Wetterbericht für Thüringen finden Sie hier.
Mehr zum Wetter und den Folgen:
