In Bonn-Mehlem hat die Polizei eine 60-jährige Autofahrerin aus dem Verkehr gezogen, die in deutlichen Schlangenlinien und mehrfach auf der Gegenfahrbahn unterwegs war. Eine Zeugin hatte die gefährliche Fahrweise des schwarzen Mitsubishi beobachtet und die Polizei alarmiert.
Nach Angaben der Zeugin war der Wagen aus Richtung Oberwinter kommend in auffälligen Schlangenlinien unterwegs. Dabei geriet der Pkw wiederholt auf die Gegenfahrbahn. Mindestens zwei entgegenkommende Autofahrer konnten nur durch schnelle Ausweichmanöver Zusammenstöße verhindern. Zusätzlich touchierte das Fahrzeug mehrfach den rechten Bordstein.
Eine Streifenwagenbesatzung der Wache Bad Godesberg stoppte das Auto schließlich in Höhe der Mainzer Straße und kontrollierte die Fahrerin. Bei der Überprüfung fielen den Beamten körperliche Ausfallerscheinungen und Gleichgewichtsstörungen auf. Ein vor Ort durchgeführter Drogenschnelltest zeigte, dass sie Kokain konsumiert hatte. Die 60-Jährige gab zudem an, am Vorabend Medikamente genommen zu haben und stark übermüdet zu sein.
Zur Beweissicherung wurde der Frau in einem Krankenhaus eine Blutprobe entnommen. Ihr wurde die Weiterfahrt untersagt und der Führerschein sichergestellt.
Das Verkehrskommissariat 2 hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Fahrer der entgegenkommenden Fahrzeuge sowie andere Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise gefährdet wurden oder ausweichen mussten, sollen sich unter der Telefonnummer 0228 15-0 oder per E-Mail an vk2.bonn@polizei.nrw.de bei den Ermittlern melden.
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