Brand in Dresdner Wohn- und Geschäftshaus: Feuerwehr kämpft unter extremen Bedingungen

© Feuerwehr Dresden Eine von zwei Drehleitern wird in Stellung gebracht.

Ein Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Reisewitzer Straße in Dresden-Löbtau hat am Montag, 14. Juli 2026, zwischen 11:11 und 13:30 Uhr einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Anwohner hatten einen ausgelösten Rauchwarnmelder sowie Brandgeruch bemerkt und sofort den Notruf gewählt.

Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte war der Flur im zweiten Obergeschoss bereits vollständig mit dichtem Brandrauch gefüllt. Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen unter nahezu Nullsicht systematisch durch die Etage, um den Brandherd zu lokalisieren. Der Einsatzleiter erhöhte daraufhin die Alarmstufe und forderte weitere Kräfte nach, um das gesamte Gebäude zu räumen. Über zwei Drehleitern wurden zusätzliche Angriffs- und Rettungswege geschaffen.

Der Brand konnte schließlich in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss lokalisiert werden. Die Brandbekämpfung erwies sich als äußerst anspruchsvoll: Neben der erheblichen Hitzeentwicklung erschwerten hohe Außentemperaturen und schwüle Witterung die körperliche Belastung der Einsatzkräfte zusätzlich. Mehrere Atemschutztrupps waren im Innenangriff eingesetzt, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Während der Löscharbeiten kam es bei einer Einsatzkraft zu einem Vorfall unter Atemschutz. Der Feuerwehrmann wurde noch an der Einsatzstelle notärztlich versorgt und anschließend mit einem Rettungswagen zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus transportiert. Die genauen Umstände werden derzeit geprüft.

Im Gebäude selbst wurden keine Personen angetroffen. Mehrere Bewohner hatten das Gebäude bereits vor Eintreffen der Feuerwehr eigenständig verlassen und sich in Sicherheit gebracht. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde der betroffene Gebäudeteil mit Hochleistungslüftern entraucht. Das Gebäude ist derzeit nicht nutzbar und muss vor einer weiteren Nutzung durch einen Sachverständigen überprüft werden.

Für die Dauer des Einsatzes mussten die Reisewitzer Straße sowie die Mohorner Straße vollständig gesperrt werden. Die in diesem Bereich laufenden Straßenbauarbeiten wurden unterbrochen. Zahlreiche Schaulustige hatten sich an der Einsatzstelle eingefunden. Durch die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Polizei konnten die Einsatzkräfte dennoch ungestört und zügig arbeiten. Die Polizei sicherte den Einsatzbereich und hielt die Zufahrten sowie die Arbeitsbereiche konsequent frei.

Im Einsatz befanden sich rund 50 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Übigau, Löbtau und Altstadt, mehrere Rettungsmittel des Rettungsdienstes, die Stadtteilfeuerwehr Gorbitz sowie der U-Dienst und der B-Dienst. Die Ermittlungen zur Brandursache werden durch die Polizei aufgenommen.

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