Ein Brand in einer psychiatrischen Klinik in Schlüchtern hat am Dienstagabend Feuerwehr und Polizei auf den Plan gerufen. Kurz vor 21 Uhr wurde das Feuer in einem Patientenzimmer der Kurfürstenstraße gemeldet. Eine junge Patientin könnte für den Brand verantwortlich sein.
Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich die Heranwachsende zum Zeitpunkt des Vorfalls allein in ihrem Zimmer. Dort entdeckten Einsatzkräfte eine brennende Matratze. Ein Stationsarzt und eine Krankenpflegerin griffen sofort ein, retteten die Patientin aus dem Zimmer und konnten die Flammen eindämmen. So wurde verhindert, dass das Feuer auf weitere Patientenzimmer oder andere Gebäudeteile übergriff. Die Feuerwehr löschte das Feuer schließlich.
Zum Zeitpunkt des Brandes hielten sich mehr als 50 Patienten sowie zahlreiche Mitarbeitende im Klinikgebäude auf. Sie verließen ihre Stationen größtenteils vorübergehend aus Vorsichtsgründen, konnten anschließend aber zurückkehren.
Das betroffene Patientenzimmer und möglicherweise auch Teile der Station sind vorerst nicht mehr nutzbar. Der Sachschaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt.
Zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Heranwachsende und eine weitere Patientin mussten vor Ort ambulant medizinisch behandelt werden. Sie standen unter anderem unter dem Verdacht einer Rauchgasintoxikation.
Die Ermittlungen zum Brand laufen noch. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und in welcher Weise die Heranwachsende dafür verantwortlich ist.
Die Entwicklung im Main-Kinzig-Kreis
2024 zählte die Polizei im Main-Kinzig-Kreis 73 Brandstiftungen, 2025 waren es 94 — 28,8 Prozent mehr. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 16,1 Prozent gestiegen.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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