Am Dienstagnachmittag hat die Bundespolizei Bremen gleich mehrere Haftbefehle vollstreckt – am Flughafen und am Hauptbahnhof. Während drei Reisende ihre Festnahme durch Zahlungen abwenden konnten, musste ein 28-Jähriger in Haft.
Um 12:40 Uhr kontrollierten Bundespolizisten einen 40-jährigen Mann aus Bremerhaven zur Ausreisekontrolle am Flughafen Bremen. Der Mann wollte nach Izmir fliegen. Bei der Überprüfung seiner Personalien ergab sich, dass die Staatsanwaltschaft Göttingen ihn wegen einer Ordnungswidrigkeit zur Festnahme ausgeschrieben hatte. Er entging einer viertägigen Erzwingungshaft, indem er die Geldbuße inklusive Verfahrenskosten von 140 Euro bezahlte.
Um 15 Uhr registrierte der Fahndungscomputer bei der Einreisekontrolle einen Treffer: Eine 39-jährige Frau aus Bremerhaven kam aus Izmir an und stand mit zwei Haftbefehlen der Bremer Staatsanwaltschaft zur Fahndung. Sie hatte Geldstrafen in Höhe von mehr als 2.200 Euro zu zahlen – Grund waren Fahren ohne Fahrerlaubnis und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort. Ersatzweise drohte ihr ein Monat Gefängnis. Eine Bekannte bezahlte die geforderte Summe bei der Polizei in Bremerhaven, sodass die Frau freikam.
Ebenfalls im Abholbereich des Flughafens kontrollierten die Bundespolizisten einen 35-jährigen Mann, der auf die 39-jährige gesuchte Frau wartete. Bei ihm schlugen die Fahndungssysteme erneut Alarm: Die Bremer Staatsanwaltschaft suchte auch ihn mit zwei Haftbefehlen wegen Trunkenheit im Verkehr und Gefährdung des Straßenverkehrs. Eine Gesamtfreiheitsstrafe von 40 Tagen drohte ihm. Auch dieser Mann zahlte die geforderten Geldstrafen von mehr als 1.500 Euro und vermied damit die Haft.
Weniger Glück hatte ein 28-jähriger Bremer: Bei seiner Kontrolle am Hauptbahnhof um 13:30 Uhr stellten die Bundespolizisten einen offenen Haftbefehl wegen Diebstahls fest. Da er die Geldforderung von rund 900 Euro nicht aufbringen konnte, musste er eine 89-tägige Haftstrafe antreten.
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