Die Bundespolizeidirektion München hat Bilanz gezogen: Seit der Wiedereinführung vorübergehender Binnengrenzkontrollen an den Landgrenzen zieht die Behörde eine beeindruckende Statistik. Zwischen dem 16. September 2024 und dem 30. September 2026 stellten Beamtinnen und Beamte insgesamt 23.064 unerlaubte Einreisen fest.
Dabei verteilten sich die Fälle auf die beiden Grenzregionen unterschiedlich: An der österreichischen Grenze registrierte die Bundespolizei 17.944 unerlaubte Einreisen, an der tschechischen Grenze waren es 5.120 Personen.
Parallel zu den Einreiseverstößen schob die Bundespolizei 14.912 Personen unmittelbar an der Grenze oder im Zusammenhang mit dem illegalen Grenzübertritt zurück – 13.532 davon an der österreichischen Grenze, 1.380 an der tschechischen. Zudem wurden 836 Personen mit einer Wiedereinreisesperre für Deutschland an der Einreise gehindert (730 aus Österreich, 106 aus Tschechien).
Bei den Kontrollen nahmen die Beamten auch 1.121 Schleuser vorläufig fest. 730 davon waren an der österreichischen Grenze tätig, 106 an der tschechischen. Als «Beifang» – also bei parallelen Kontrollen – vollstreckten die Bundespolizisten 5.217 offene Haftbefehle (4.163 an der österreichischen, 1.054 an der tschechischen Grenze).
Ein besonderes Augenmerk gilt der Sicherheit: 466 Personen aus dem links-, rechts- und ausländerextremistischen oder dem islamistischen Spektrum wurden festgestellt. 361 davon wurden an der Grenze zu Österreich identifiziert, 105 an der Grenze zu Tschechien.
Für den Zeitraum vom 8. Mai 2025 bis zum 30. September 2026 liegen detailliertere Zahlen vor. In diesem Zeitraum dokumentierte die Bundespolizei 14.691 unerlaubte Einreisen (11.229 aus Österreich, 3.462 aus Tschechien). Die Zurückweisungen und Zurückschiebungen beliefen sich auf 9.983 Personen (9.000 an der österreichischen, 983 an der tschechischen Grenze). Darunter fielen 630 Fälle, die unter Asylgesetz-Regelungen (§ 18 Abs. 2 AsylG) behandelt wurden – 611 an der österreichischen, 19 an der tschechischen Grenze.
54 Personen aus vulnerablen Gruppen wurden in diesem Zeitraum festgestellt (53 aus Österreich, 1 aus Tschechien). 527 Personen mit Wiedereinreisesperren wurden abgewiesen (447 an der österreichischen, 80 an der tschechischen Grenze). Die Bundespolizei nahm 709 Schleuser fest (653 an der österreichischen, 56 an der tschechischen Grenze).
Bei parallelen Kontrollen vollstreckte die Bundespolizei 3.697 Haftbefehle (2.937 an der österreichischen, 760 an der tschechischen Grenze). 374 Treffer aus dem polizeilich-kriminalistischen Spektrum «PMK» wurden registriert (288 an der österreichischen, 86 an der tschechischen Grenze).
Hintergrund: Die kontrollierten Landgrenzen zu Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Dänemark wurden erst ab dem 16. September 2024 in die vorübergehenden Grenzkontrollen einbezogen. An den Landgrenzen zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz fanden solche Kontrollen bereits zuvor statt. Die Bundespolizei begründet die Maßnahmen mit dem Schutz der inneren Sicherheit und der Reduzierung irregulärer Sekundärmigration.
Hinweis: Die veröffentlichten Zahlen basieren auf der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei bis einschließlich August 2026. Diese Daten können sich durch Nacherfassungen oder Qualitätssicherungsmaßnahmen noch geringfügig ändern. Die Septemberzahlen 2026 stammen aus einem Sondermeldedienst.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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