Die Bundespolizei Dresden hat am Dienstag und in den frühen Morgenstunden des Mittwochs gleich vier gesuchte Personen festgestellt. Bei Kontrollen am Bahnhof Riesa, im Dresdner Hauptbahnhof und in internationalen Fernzügen gelang den Einsatzkräften eine beeindruckende Bilanz: Zwei der Gesuchten mussten direkt in den Knast, zwei weitere konnten ihre Verhaftung in letzter Minute durch Geldzahlungen abwenden.
Den Anfang machte am Dienstagvormittag ein 57-jähriger Deutscher am Bahnhof Riesa. Die Beamten entdeckten einen Vollstreckungshaftbefehl des Amtsgerichts Riesa gegen ihn wegen Körperverletzung. Da ihm eine Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Monaten drohte, brachten ihn die Einsatzkräfte sofort in die Justizvollzugsanstalt Dresden.
Am selben Tag gegen 16:40 Uhr erwischten die Bundespolizisten im aus Prag kommenden Railjet kurz vor Dresden eine 29-jährige Tschechin. Gegen sie bestand ein Vollstreckungshaftbefehl des Amtsgerichts Dresden aus dem Jahr 2024 wegen Betrugs. Ein Bekannter rettete sie jedoch aus dieser Lage: Er zahlte die geforderte Summe von 377,50 Euro, woraufhin die Frau auf freiem Fuß belassen wurde.
Nur wenig später, gegen 18:45 Uhr, kontrollierten die Bundespolizisten im Fernzug einen 35-jährigen vietnamesischen Staatsangehörigen. Der Datenabgleich enthüllte einen Haftbefehl des Amtsgerichts Offenburg aus dem Jahr 2025 wegen Urkundenfälschung. Auch dieser Mann entging der Haft: Er beglich die Geldstrafe von 480 Euro zuzüglich der angefallenen Verfahrenskosten direkt vor Ort und setzte seine Reise fort.
In der Nacht zum Mittwoch gegen 02:00 Uhr kontrollierte die Bundespolizei schließlich einen 63-jährigen Deutschen im Dresdner Hauptbahnhof. Gegen ihn bestand ein Strafbefehl des Amtsgerichts Berlin wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Da der Mann die geforderte Summe von 1.800 Euro nicht aufbringen konnte, wurde er festgenommen. Auch er wurde zur Verbüßung einer 30-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe in die Justizvollzugsanstalt Dresden eingeliefert.