Ein 26-jähriger deutscher Mann ist am 09.10.2026 gegen 04:20 Uhr im Tunnelbereich der Reeperbahn schlafend in einem abgesperrten Bereich aufgegriffen worden. Eine Präsenzstreife der Bundespolizei fand ihn unmittelbar neben den Gleisen und forderte ihn auf, den Bereich zu verlassen.
In einem Präventionsgespräch über die Gefahren des Gleisbereichs verhielt sich der Mann unkooperativ und weigerte sich zu gehen. Beim Herausführen aus dem Tunnelbereich wehrte er sich heftig gegen die Beamten. Die Bundespolizisten brachten ihn zu Boden und fesselten ihn, dann nahmen sie ihn in Gewahrsam.
Auf dem Bundespolizeirevier Altona beschimpfte der Mann die Beamten durchgehend. Er gab an, Kokain und Alkohol konsumiert zu haben. Zunächst verweigerte er einen Alkoholtest. Ein hinzugezogener Amtsarzt bestätigte, dass der Mann zur Verwahrung geeignet war. Bei einer Durchsuchung stellten die Beamten Betäubungsmittel sicher.
Nach ausreichender Beruhigung wurde der Mann um 06:35 Uhr entlassen. Bei der Entlassung zeigte ein Alkoholtest einen Promillewert von 1,54 an. Die Bundespolizei eröffnete gegen ihn ein Strafverfahren wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Zusätzlich wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen unerlaubten Gleisaufenthalts eingeleitet.
Die Hamburger Bundespolizei nutzt den Vorfall zu einer Warnung vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen. „Betritt keine Gleise und Bahnanlagen – nicht als Schlafplatz, nicht um dein Handy oder deine Dokumente aufzuheben, nicht als Abkürzung, nicht zum Sprayen, nicht für Selfies“, heißt es in der Mitteilung. Der Aufenthalt im Gleisbereich sei lebensgefährlich und verboten. Triebfahrzeugführer könnten nicht ausweichen, und die Bremswege seien oft zu lang, um Personen im Gleisbereich noch zu erfassen. „Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer“, warnt die Bundespolizei.
Wie sich die Zahlen entwickelt haben
Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Angriffe auf Vollstreckungsbeamte in Hamburg um 3,6 Prozent verändert, sie ist gestiegen. Gezählt wurden 2025 insgesamt 1.542 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 98,7 Prozent, bundesweit 98,8 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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