Die Bundespolizei in Freilassing hat am Wochenende des 16. bis 18. Oktober 2026 insgesamt 64 Fahndungstreffer erzielt und mehrere Haftbefehle vollstreckt.
Den Anfang machte in der Nacht zum Samstag ein 23-jähriger Rumäne, den Beamte bei einer Grenzkontrolle auf der A8 überprüften. Das Amtsgericht Gera suchte nach ihm, weil er als Angeschuldigter wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung ohne Entschuldigung zu einer Hauptverhandlung nicht erschienen war. Die Bundespolizei verhaftete ihn und führte ihn dem Richter vor, der die Haft bestätigte.
An der Anschlussstelle Neuötting auf der A94 kontrollierten Beamte des Bundespolizeireviers Mühldorf am Freitagmorgen einen Reisebus. Eine 37-jährige Ungarin durfte die Reise nicht fortsetzen. Die Staatsanwaltschaft Traunstein suchte nach ihr wegen Erschleichens von Leistungen: Das Amtsgericht Laufen hatte sie zu einer Strafe von über 3.500 Euro inklusive Verfahrenskosten verurteilt. Zusätzlich fahndete die Staatsanwaltschaft München I nach der Frau, da das Amtsgericht München sie rechtskräftig wegen Diebstahls zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt hatte. Sie kam in eine Justizvollzugsanstalt.
Am Freitagmorgen wurde ein 37-jähriger Rumäne in der Kontrollstelle auf der A8 überprüft. Die Staatsanwaltschaft Hof suchte nach ihm: Das Amtsgericht Hof hatte Ende 2025 einen Strafbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis erlassen. Eine Geldstrafe von 2.400 Euro war noch fällig. Der Mann zahlte den Betrag vor Ort und konnte seine Reise fortsetzen.
Am Samstagmorgen wurde bei Neuötting auf der A94 ein 43-jähriger Bulgare einer Einreisekontrolle unterzogen. Das Amtsgericht Frankfurt suchte nach ihm wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main fahndete ebenfalls nach ihm: Seine 10-monatige Bewährungsstrafe wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde widerrufen. Bundespolizisten verhafteten ihn und brachten ihn in eine Justizvollzugsanstalt.
Bei Grenzkontrollen am Bahnhof Freilassing wurde ein 30-jähriger Albaner in einem grenzüberschreitenden Einreisezug festgestellt. Die Staatsanwaltschaft München I suchte nach dem Mann wegen Diebstahls. Die Ausländerbehörde der Stadt München hatte gegen ihn Ende 2025 ein Einreise- und Aufenthaltsverbot erlassen, das noch gültig ist. Er steht daher im Verdacht der versuchten unerlaubten Einreise und wurde nach Österreich zurückgewiesen.
Ähnlich erging es einem 42-jährigen bosnisch-herzegowinischen Staatsangehörigen, den Bundespolizisten in der Nacht zu Sonntag auf der Saalbrücke kontrollierten. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth suchte nach ihm wegen Diebstahls mit Waffen. Ihm wurde ein Strafbefehl ausgehändigt: 4.500 Euro Geldstrafe sollte er innerhalb von zwei Wochen zahlen. Die Stadt Erlangen hatte gegen ihn ein Einreise- und Aufenthaltsverbot verfügt. Auch er wurde nach Österreich zurückgewiesen.
Ein 41-jähriger Kosovare wurde Sonntagvormittag bei Grenzkontrollen auf der A8 mit gleich drei Fahndungstreffern festgestellt. Die Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main suchte nach ihm wegen Erschleichens von Leistungen. Die Landeshauptstadt München fahndete nach dem Mann wegen Entziehung der Fahrerlaubnis; sein Führerschein wurde eingezogen. Die Staatsanwaltschaft Coburg suchte nach ihm wegen Unterschlagung nach Strafbefehl des Amtsgerichts Lichtenfeld. Eine Geldstrafe von 8.000 Euro war fällig, die er nicht zahlen konnte. Bundespolizisten verhafteten ihn und brachten ihn in eine Justizvollzugsanstalt.
Am Bahnhof Traunstein wurde Sonntagabend ein 19-jähriger Türke durch Bundespolizisten verhaftet. Das Amtsgericht Traunstein hatte gegen ihn eine Jugendstrafe von einem Jahr und 10 Monaten verhängt. Er war aufgefordert worden, die Strafe bis Anfang September 2026 in einer Justizvollzugsanstalt anzutreten. Dieser Aufforderung war er nicht nachgekommen.
Die Bundespolizeiinspektion Freilassing ist an 21 Grenzübergängen und einer Grenzlänge von insgesamt 225 Kilometern tätig. Sie ist zuständig in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und Mühldorf sowie für 72 Bahnhöfe und Haltepunkte. Der Personalbestand beträgt knapp 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Bayern
Auch aus Bayern:
Mehr Polizeimeldungen: