Eine Fußstreife der Bundespolizei Köln hat in der Nacht auf Samstag, 28. Juni, gegen 3.40 Uhr zwei Verdächtige im Hauptbahnhof nahe dem Breslauer Platz gestellt. Die beiden Männer im Alter von 24 und 31 Jahren sollen gewerbsmäßig Hehlerei betrieben haben – also gezielt gestohlene Gegenstände weitergegeben und verkauft haben.
Die Polizisten beobachteten die beiden Nordafrikaner, wie sie sich zunächst hinter einer Säule verborgen und dann vergeblich versucht hatten, den sich nähernden Beamten zu entkommen. Während der 24-Jährige sich nicht ausweisen konnte, legte der 31-Jährige den Polizisten eine gefälschte französische ID-Card vor.
Bei der Durchsuchung der Verdächtigen fanden die Beamten in dem Rucksack des 31-Jährigen Schmuckstücke, Bargeld und Goldbarren im Gesamtwert von mehreren zehntausend Euro. Zusätzlich stellten sie eine Vorrichtung zur Überwindung technischer Sicherungen sicher – also ein Werkzeug zum Knacken von Schlössern und Alarmanlagen. Die Mobiltelefone beider Männer beschlagnahmten die Polizisten ebenfalls.
Für den 31-Jährigen hatte die Nacht schwerwiegende Folgen: Ein Haftrichter erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft noch am Wochenende einen Untersuchungshaftbefehl gegen ihn. Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft. Beide Verdächtigen haben in Deutschland keinen festen Wohnsitz. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Köln gegen beide Männer dauern an.