Bundespolizei zieht positive Bilanz vom 191. Münchner Oktoberfest

Eine Streife der Bundespolizei zur Wiesnzeit am Münchner Hauptbahnhof

Kurz vor Ende des 191. Münchner Oktoberfestes hat die Bundespolizei eine vorläufig positive Bilanz ihres Einsatzes gezogen. Über 16 Tage hinweg waren zu Spitzenzeiten bis zu 230 Bundespolizistinnen und Bundespolizisten im Münchner Bahnbereich im Einsatz. Trotz des hohen Besucheraufkommens blieb die Lage an den Einsatzschwerpunkten insgesamt geordnet.

Im Fokus des Einsatzes standen der Münchner Hauptbahnhof, der Haltepunkt Hackerbrücke und die S-Bahn-Stammstrecke. Zu den Hauptan- und -abreisezeiten war die Bundespolizei dort mit starker Präsenz vor Ort, um Straftaten zu verhindern, Gefahren frühzeitig zu erkennen und bei Störungen schnell reagieren zu können. Zu Überfüllungssituationen kam es an den Einsatzschwerpunkten nicht. Die enge Abstimmung zwischen Bundespolizei, DB Sicherheit, den Inspektionen des Polizeipräsidiums München und weiteren Sicherheitspartnern erwies sich dabei als entscheidend.

Ein wichtiger Bestandteil des Einsatzkonzepts war die Kommunikation mit den Wiesnbesucherinnen und -besuchern. Die Einsatzkräfte waren nicht nur sichtbar präsent, sondern standen Reisenden als Ansprechpartner zur Verfügung. Besonders an der Hackerbrücke spielte die direkte Ansprache eine wichtige Rolle. Die dort eingesetzten Kommunikationskräfte unterstützten mit einem Lautsprecherkraftwagen und gezielten Durchsagen, um Informationen schnell an viele Menschen weiterzugeben. Gleichzeitig suchten die Einsatzkräfte immer wieder das direkte Gespräch. Der Einsatzleiter der Bundespolizei, Leitender Polizeidirektor Steffen Quaas, betont: „Bei der Wiesn treffen innerhalb kürzester Zeit sehr viele Menschen auf engem Raum zusammen. Da hilft es enorm, wenn unsere Kolleginnen und Kollegen nicht nur präsent sind, sondern die Menschen ansprechen und erklären, was gerade passiert.“

Dieser Ansatz wurde von Wiesnbesucherinnen und -besuchern angenommen — die Bundespolizei erhielt zahlreiche positive Rückmeldungen während des Einsatzes.

Während des Oktoberfestes registrierte die Bundespolizei 441 Straftaten. Im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres waren es 482 — ein Rückgang um 9 Prozent. Bei den Körperverletzungsdelikten gab es einen deutlicheren Rückgang: Die Bundespolizei zählte 69 Körperverletzungen (94 im Vorjahr), darunter 13 gefährliche Körperverletzungen (19 im Vorjahr). Das entspricht einem Rückgang um etwa 27 Prozent. Einen gegenläufigen Trend verzeichnete die Bundespolizei jedoch bei Straftaten gegen Einsatzkräfte: Die Zahl der Widerstände stieg von 10 auf 15, die Zahl der tätlichen Angriffe von drei auf sieben. Im Bereich der Sexualdelikte wurde eine Straftat erfasst. Hinzu kamen 61 Diebstähle, 41 Beleidigungen und 70 Sachbeschädigungen.

Insgesamt nahm die Bundespolizei 28 Personen fest beziehungsweise in Gewahrsam und sprach 220 Platzverweise aus. In 216 Fällen leisteten Einsatzkräfte Erste Hilfe — häufig bei Personen, die aufgrund starken Alkoholkonsums Unterstützung benötigten. Auch das Schlichten von Streitigkeiten gehörte zum Einsatzalltag: In 106 Fällen griffen Bundespolizistinnen und Bundespolizisten ein, um Auseinandersetzungen zu beenden oder eine weitere Eskalation zu verhindern.

Wiederholt mussten Einsatzkräfte wegen Personen im Gleis tätig werden. Insgesamt wurden 20 solcher Fälle registriert. Wegen sieben gefährlicher Eingriffe in den Bahnverkehr leitete die Bundespolizei strafrechtliche Ermittlungen ein.

Für den Wiesneinsatz wurde die Bundespolizeiinspektion München von Einsatzkräften aus dem gesamten Bundesgebiet unterstützt. Einsatzleiter Quaas würdigt den Einsatz: „Die Wiesn verlangt unseren Kolleginnen und Kollegen 16 Tage lang viel ab. Sie müssen aufmerksam sein, schnell reagieren und gleichzeitig auch dann ruhig und ansprechbar bleiben, wenn es um sie herum laut und voll wird. Genau das haben sie gemacht.“ Sein Dank gilt auch den Unterstützungskräften aus dem gesamten Bundesgebiet: „Ohne diese Unterstützung wäre ein Einsatz dieser Größenordnung nicht zu stemmen.“

Die endgültige Bilanz der Bundespolizei wird nach Abschluss und Auswertung des Oktoberfesteinsatzes vorliegen.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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