Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Freitag seinen neuen Amtssitz am Spreebogen bezogen. Das Bürogebäude befindet sich in der Elisabeth-Abegg-Straße in unmittelbarer Nähe des Berliner Hauptbahnhofs.
Der Umzug wurde notwendig, weil Schloss Bellevue, seit 1994 der angestammte Sitz des Bundespräsidenten, einer grundlegenden Sanierung bedarf. Die Liegenschaft wird mitsamt Verwaltungsgebäude, Hauptwache, Außenanlagen und Infrastruktur komplett erneuert. Nach aktuellem Stand wird diese Sanierung bis zu acht Jahre in Anspruch nehmen.
Für Steinmeier bedeutet das: Er wird während seiner Amtszeit, die 2027 endet, nicht mehr ins Schloss Bellevue zurückkehren. Auch sein Nachfolger wird den historischen Sitz nur nutzen können, wenn er nach fünf Jahren für eine zweite Amtszeit gewählt wird.
Die Sanierungskosten sind beachtlich: Der Bund veranschlagt dafür insgesamt rund 600 Millionen Euro. Der Bund der Steuerzahler äußerte jedoch Zweifel, ob diese Summe am Ende ausreichen wird. Das Bundespräsidialamt verteidigte die umfangreiche Sanierung als notwendig in dieser Form.
Nach der Rückkehr des Präsidenten ins Schloss Bellevue soll der neue Büroneubau in der Elisabeth-Abegg-Straße anderen Bundesbehörden zur Verfügung gestellt werden.
Autor: dts Nachrichtenagentur