Bundesregierung kritisiert Gewalt bei Anti-G7-Protesten in Genf

via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung hat die gewalttätigen Ausschreitungen bei den Anti-G7-Protesten in Genf kritisiert. Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille verurteilte am Montag die Gewalt und betonte, dass friedliche Meinungsäußerung in geordneten Bahnen erfolgen solle.

„Gewalt unterstützt jetzt nicht unbedingt die Durchsetzung legitimer Demonstrationsinteressen“, sagte Hille der dts Nachrichtenagentur. „Also jeder kann, darf und soll seine Meinung äußern in geordneten Bahnen, aber Gewalt diskreditiert eher das Anliegen, für das man auf die Straße geht, als dass es das unterstützt.“

Überrascht zeigte sich der Regierungssprecher von den Ausschreitungen jedoch nicht. Es sei nichts Neues, dass es rund um diese Zusammenkünfte immer wieder zu derartigen Ausschreitungen komme. Inhaltlich wollte Hille die Proteste nicht einordnen: „Ich könnte jetzt ehrlicherweise nicht so richtig aufzählen, für was oder gegen was da die divers zusammengesetzte Gruppe auf die Straße gegangen ist.“

Bei den Krawallen am Tag vor dem G7-Gipfel wurden nach Polizeiangaben mehrere Gebäude beschädigt und ein Auto brannte vollständig aus. Randalierer bewarfen die Einsatzkräfte mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern. Die Polizei setzte daraufhin Tränengas und Wasserwerfer ein.

Der G7-Gipfel 2026 wird von Frankreich ausgerichtet, doch die 10.000-Einwohner-Stadtgemeinde Évian ist in mehrere Schutzzonen aufgeteilt und weiträumig abgeriegelt. Die Anwohner wurden mit Sonderausweisen ausgestattet. Wie bereits beim G8-Gipfel 2003 verlagerten sich die Proteste deshalb in die Schweiz.

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