Die Bundesregierung hat am Mittwoch eine neue Luftfahrtstrategie beschlossen, mit der Deutschland als führende Luftfahrtnation positioniert werden soll. Das Ziel ist es, das Land ökonomisch und technologisch wettbewerbsfähig, souverän, resilient und nachhaltig aufzustellen, wie das Wirtschaftsministerium und das Verkehrsministerium mitteilten.
Erstmals wurden die zentralen Handlungsfelder der Luftfahrtindustrie, des Luftverkehrs sowie der militärischen Luftfahrt in einem integrierten Ansatz zusammengeführt. Die deutsche Luftfahrtindustrie verzeichnete im vergangenen Jahr ein Wachstum von 19 Prozent und erreichte mit 130.000 Beschäftigten einen Rekordwert.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bezeichnete dies als Verdienst einer innovativen Industrie und Ergebnis der konsequenten Unterstützung durch die Bundesregierung. Die neue Strategie richte die Förderinstrumente auf zukünftige Herausforderungen aus, insbesondere auf die nächste Generation von Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen. Ein Steuerungskreis soll sicherstellen, dass die vereinbarten Maßnahmen zeitnah umgesetzt werden.
Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) erläuterte, dass die Luftfahrtstrategie kurzfristige Entlastungen für die Luftverkehrswirtschaft vorsieht, darunter die Senkung der Luftverkehrsteuer zum 1. Juli 2026. Zusätzlich sind mittel- und langfristige Entlastungen durch Bürokratierückbau und Investitionen in nachhaltige Technologien geplant.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hob die Bedeutung der militärischen Luftfahrt für die Verteidigung Deutschlands hervor. Die ressortübergreifende Strategie schaffe Synergien zwischen zivilen und militärischen Aspekten der Luftfahrt.