Am Montag, 13. Juli, haben sogenannte Call-Center-Betrüger in der Region Trier versucht, ihre Opfer um Geld und Wertsachen zu bringen. In mindestens zwei Fällen gelang ihnen das auch: In Konz und Irsch übergaben Geschädigte am Nachmittag Schmuck und Bargeld im mittleren fünfstelligen Wertbereich an unbekannte Täter.
Die Masche war in beiden Fällen identisch: Die Täter gaben sich als Polizeibeamte aus und erklärten ihren Opfern, dass es in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen sei. Deshalb würden sie angeblich Bargeld und Wertsachen in sichere Verwahrung nehmen – und bekamen tatsächlich Schmuck und Bargeld ausgehändigt.
Bei der ersten Tat in der Scharzenbergstraße in Konz konnte einer der Täter beschrieben werden. Laut Zeugen war er männlich, etwa Mitte 20 Jahre alt, trug schwarze Jeans und ein schwarzes Longsleeve-Shirt, hatte kurze dunkle Haare und sprach akzentfreies Deutsch. Auch in Irsch, in der Zerfer Straße, gab es einen ähnlichen Betrug.
Zusätzlich meldeten Zeugen am Montag gegen 21.30 Uhr eine verdächtige Person in der Weinbergstraße in Konz. Dieser Mann wird als männlich beschrieben, trug eine grüne kurze Hose, ein dunkles T-Shirt und eine graue Cap. Er war mit einem VW Multivan unterwegs, der OF-Kennzeichen trug. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen könnte er mit den Taten in Zusammenhang stehen.
Die Kriminalpolizei Trier ermittelt und ruft Zeugen auf, sich unter der Nummer 0651/983-43390 zu melden.
So schützen Sie sich vor betrügerischen Anrufen:
Legen Sie sofort auf, wenn jemand behauptet, ein Familienmitglied sei verunglückt. Erkundigen Sie sich stattdessen selbst bei anderen Angehörigen oder Bekannten. Geben Sie am Telefon niemals Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis – die echte Polizei oder Staatsanwaltschaft erfragt das nie am Telefon. Medizinische Behandlungen oder eine Freilassung aus polizeilichem Gewahrsam erfordern niemals Vorkasse. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Bei Zweifeln wählen Sie selbst den Notruf. Warnen Sie besonders ältere Angehörige und Bekannte vor dieser Betrugsmasche.
Weitere Informationen zu Betrugsmethoden finden Sie auf polizei-beratung.de.
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