Die Polizeiinspektion Celle meldet eine Reihe von Vorfällen aus dem Zeitraum vom 19. bis 21. Juni 2026. Ein besonders brenzliges Verkehrsunfallszenario ereignete sich am Freitagnachmittag in der Hannoverschen Heerstraße: Ein 16-jähriger E-Scooter-Fahrer war mit seinem Mobiltelefon beschäftigt, als ein 59-jähriger Lkw-Fahrer auf ein Grundstück einbiegen wollte und den Jugendlichen zunächst übersah. Der Lkw-Fahrer bremste stark ab. Der E-Scooter-Fahrer erkannte die Situation wegen seiner Handynutzung erst im letzten Moment und sprang vom Scooter ab. Bei seinem Sturz fiel der E-Scooter gegen den Lkw. Zum Glück wurde niemand verletzt, der Sachschaden betrug nur wenige hundert Euro.
In der Nacht zu Samstag gegen 01:35 Uhr stoppte eine Streifenbesatzung in der Hafenstraße einen Opel Corsa zur Verkehrskontrolle. Der 40-jährige Fahrer besaß keine gültige Fahrerlaubnis. Darüber hinaus war der Kleinwagen nicht zum Straßenverkehr zugelassen. Die TÜV-Plakette am Fahrzeug war nach ersten Erkenntnissen der Beamten offensichtlich gefälscht. Der Mann konnte keine entsprechenden Unterlagen für den Pkw vorzeigen, den er gekauft hatte. Die Polizei untersagte ihm die Weiterfahrt und sicherte den Wagen ab. Die Fahrzeugschlüssel werden ihm erst nach Vorlage eines gültigen Eigentumsnachweises zurückgegeben. Mehrere Strafverfahren wurden gegen ihn eingeleitet.
Am Samstagabend führte eine vermeintliche Pistole zu einem Polizeieinsatz in Lachendorf. Ein Tankstellenkunde meldete der Polizei, dass ein junger Mann mit einer Pistole in einem Holster das Tankstellengelände verlassen habe. Polizeibeamte konnten den Pkw in einer nahegelegenen Einfahrt feststellen. Bei Betreten des Grundstücks entdeckten sie eine Mottoparty im Garten, bei der viele Gäste mit Spielzeugpistolen und ähnlichen Accessoires kostümiert waren.
Ein aufgeregter Anrufer meldete am Samstagabend eine Schlange auf dem Grundstück seines Nachbarn in Celle, die in einem Käfig im Garten gehalten werden solle. Bei einer Überprüfung vor Ort stellten die Polizeibeamten einen offenen und leeren Käfig fest, der mit nagertypischen Utensilien ausgestattet war. Laut anderen Nachbarn war der Käfig in der Vergangenheit als Zufluchtsort für Igel bereitgestellt worden. Hinweise auf die Besiedlung durch eine Schlange ergaben sich vor Ort nicht.
Die Public-Viewing-Veranstaltungen in Celle anlässlich der stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft verliefen aus polizeilicher Sicht ohne Vorkommnisse. Gute Stimmung und ausgelassen feiernde Gäste prägten die Veranstaltungen.
Am Freitag, 19. Juni 2026, kam es in der Ortschaft Hassel zu einem Flächenbrand bei landwirtschaftlichen Arbeiten. Ein jugendlicher Traktorfahrer bemerkte, dass das Feld hinter ihm aus unbekannten Gründen in Brand geraten war, und setzte unmittelbar einen Notruf ab. Die Freiwillige Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und konnte den Brand auf einer Fläche von etwa einem Hektar schnell löschen. Personen wurden nicht verletzt. Der entstandene Schaden ist bislang unbekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Ein besonders perfider Betrugsfall ereignete sich am Freitag, 19. Juni, in der Ortschaft Sülze: Ein Unbekannter rief eine ältere Dame an und erzählte ihr, ein Familienangehöriger habe einen Unfall verursacht und sie müsse nun die Kaution bezahlen. Durch geschickte Gesprächsführung gelang es dem Betrüger, die Dame zur Übergabe von Bargeld und Wertgegenständen zu überreden. Diese wurden von einer weiteren unbekannten Frau abgeholt. Die Abholerin wird wie folgt beschrieben: circa 160 Zentimeter groß, schlanke Statur, dunkle Bekleidung.
Wer verdächtige Beobachtungen in diesem Zusammenhang gemacht hat, wird gebeten, sich mit der Polizei Bergen unter der Telefonnummer 05051/60640 in Verbindung zu setzen. Die Polizei Celle warnt ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche und gibt folgende Sicherheitshinweise: Seien Sie skeptisch gegenüber Anrufen von Personen, die sich als Polizisten, Staatsanwälte oder andere Behördenvertreter ausgeben und Geld fordern. Behörden fordern niemals Geld am Telefon. Fragen Sie im Zweifel selbst bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle nach – nutzen Sie dafür eine Nummer aus dem Telefonbuch oder dem Internet, nicht die Rückrufnummer des Anrufers. Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten wie Kontoinformationen, Adressen oder Geburtsdaten preis. Seriöse Institutionen benötigen solche Informationen nicht am Telefon. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen: Betrüger nutzen oft emotionale Manipulation, um schnelle Entscheidungen zu erzwingen. Nehmen Sie sich Zeit, über die Situation nachzudenken, und sprechen Sie mit Ihren Angehörigen, Freunden und Nachbarn über diese Betrugsmaschen. Überweisen oder übergeben Sie kein Geld oder Wertgegenstände und leisten Sie keine Zahlungen, bevor Sie die Situation überprüft haben. Wenn etwas nicht stimmt oder Ihnen die Situation merkwürdig vorkommt, vertrauen Sie Ihrem Instinkt und bleiben Sie skeptisch. Beenden Sie das Gespräch, wenn Sie Zweifel haben. Notieren Sie sich Name, Telefonnummer und angebliche Dienststelle des Anrufers – aber lassen Sie sich nicht auf ein Gespräch ein. Melden Sie verdächtige Anrufe bei der örtlichen Polizei – jede Information hilft.
Am Samstagabend des 20. Juni kontrollierten Beamte der Polizeistation Wietze in der Ortsmitte von Winsen (Aller) den Fahrer eines VW Golf. Dabei stellten sie Hinweise auf eine Beeinflussung durch Betäubungsmittel fest. Ein Drogenvortest war positiv auf THC. Gegen den 22-jährigen Fahrer wurde ein Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und eine Blutentnahme angeordnet. Der Betroffene hat nun ein hohes Bußgeld und ein Fahrverbot zu erwarten. Die Polizei weist darauf hin: Bei Hinweisen auf einen dauerhaften Konsum droht auch die Entziehung der Fahrerlaubnis.
Am Samstagmorgen des 20. Juni 2026 gegen 01:20 Uhr kontrollierten Beamte der Polizeistation Wietze den Fahrer eines Ford Fiesta aus dem Landkreis Celle. Der 45-jährige Mann legte den Beamten einen türkischen Führerschein vor. Da er jedoch seit mehreren Jahren seinen Wohnsitz in Deutschland begründet hat, ist die Gültigkeit seiner türkischen Fahrerlaubnis in Deutschland erloschen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet und die weitere Nutzung fahrerlaubnispflichtiger Fahrzeuge untersagt.