Ein niederländischer Arbeitgeber hat seinen 30-jährigen Mitarbeiter vor einem Gefängnisaufenthalt bewahrt, indem er dessen offene Geldstrafe von 1.200 Euro bezahlte. Die Bundespolizei hatte den Mann am frühen Dienstagmorgen bei einer Grenzkontrolle in Twist mit Haftbefehl festgenommen.
Polizistinnen und Polizisten kontrollierten gegen 04:20 Uhr ein Fahrzeug mit niederländischer Zulassung in der Kontrollstelle an der Bundesstraße 402. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass gegen einen 30-jährigen Mitfahrer ein offener Haftbefehl vorlag. Der Niederländer war wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden.
Dem Mann drohten zehn Tage Gefängnis oder die Zahlung einer Geldstrafe von 1.200 Euro. Da er den Betrag selbst nicht aufbringen konnte, kontaktierte er seinen Arbeitgeber um Hilfe. Dieser sagte sofort finanzielle Unterstützung zu und erschien persönlich an der Kontrollstelle, um die ausstehende Summe für seinen Mitarbeiter zu bezahlen.
Durch die Zahlung seines Chefs konnte der 30-Jährige den Gefängnisaufenthalt vermeiden und seine Fahrt anschließend fortsetzen. Die Kontrolle fand Bei den vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen statt.