Christopher Street Day in Göttingen: 1.500 Teilnehmer, eine Bedrohung, Ermittlungen

(Symbolbild)

Der Christopher Street Day in Göttingen ist am Samstag weitgehend störungsfrei über die Bühne gegangen. Nach Schätzungen der Polizei beteiligten sich rund 1.500 Menschen an der angezeigten Kundgebung und dem anschließenden Aufzug durch die Innenstadt. Die Demonstration mündete in ein Straßenfest mit umfassendem Programm und zahlreichen Ständen auf dem Albaniplatz.

Gegen 18:25 Uhr trübte ein Zwischenfall das Fest. Ein 52-jähriger Mann aus dem Landkreis Northeim, der stark alkoholisiert war, geriet mit einem Standbetreiber in Streit. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung bedrohte der Mann den Betreiber verbal. Die Polizei nahm den Sachverhalt auf und leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen erhielt der 52-Jährige einen Platzverweis.

Das Staatsschutzkommissariat ermittelt nun, ob ein queerfeindliches Motiv hinter der Bedrohung steckt. Diese Prüfung ist noch nicht abgeschlossen.

Die Polizei Göttingen war bei der Veranstaltung mit verstärktem Personal vor Ort und präsent. Erstmals betrieb die Polizei auch einen Infostand mit der Ansprechstelle für LSBTIQ im Bereich Albaniaplatz und Cheltenhampark. Die Einsatzplanungen begannen frühzeitig und berücksichtigten bundesweite Erkenntnisse sowie zurückliegende Ereignisse in Göttingen. Bis zum Veranstaltungstag lagen der Polizei keine Hinweise auf geplante Störungen vor.

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