In Cloppenburg ist ein 80-jähriger Mann aus Garrel Opfer eines dreisten Diebstahls geworden. Der Täter erbeutete Bargeld, indem er auf einem Supermarkt-Parkplatz nach Kleingeld fragte und dann in die Geldbörse des Seniors griff.
Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag, dem 5. Juni, zwischen 10:15 und 10:30 Uhr auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarktes am Pingel Anton. Erst am Montag erstattete der Garreler Anzeige. Nach seinen Angaben sprach ihn ein unbekannter Mann an, während er in seinem Auto saß. Der Täter fragte freundlich nach dem Wechsel von Kleingeld. Als der 80-Jährige seine Geldbörse hervorholte, griff der Unbekannte hinein. Das Gespräch endete abrupt, der Mann rannte in unbekannte Richtung davon. Erst später bemerkte das Opfer, dass diverse Geldscheine fehlten.
Der Täter war etwa 20 bis 30 Jahre alt, trug bläulich dunkle Oberbekleidung (Pullover) und Jeans. Die Polizei Cloppenburg bittet unter 04471/18600 um Hinweise.
Am Montag zwischen 16:05 und 16:25 Uhr versuchten Betrüger erneut, eine Seniorin zu bestehlen – diesmal mit dem sogenannten „Kettentrick“ in der Friesoyther Straße, Höhe Hausnummer 34. Eine 81-jährige Cloppenburgerin wurde aus einem Auto heraus nach dem Weg zum Krankenhaus gefragt. Sie stellte ihr Fahrrad ab und ging zur Beifahrerseite. Dort versuchte eine Frau, ihr eine augenscheinliche Goldkette um das Handgelenk zu legen – in Wahrheit wollte sie eine Kette der Seniorin stehlen. Gleichzeitig versuchte eine junge Frau auf der Rückbank, durch das geöffnete Fenster in die Fahrradtasche zu greifen.
Die 81-Jährige reagierte schnell und rief laut um Hilfe. Daraufhin ließ die Beifahrerin von ihr ab und der Wagen floh in unbekannte Richtung. Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen dunklen Mercedes Benz (Limousine) älteren Baujahrs, möglicherweise mit BOR-Kennzeichen.
Darüber hinaus erhielten am Montag diverse Haushalte im Landkreis Cloppenburg, schwerpunktmäßig im Stadtbereich, Schockanrufe von unbekannten Tätern. Diese schilderten schadensträchtige Unfälle, bei denen angeblich enge Angehörige beteiligt waren und nun per Kaution aus dem Polizeigewahrsam entlassen werden könnten. In allen bekannten Fällen schlugen die Betrugsversuche fehl. Die Polizei wurde über die Vorfälle informiert.