Ein verheerender Dachstuhlbrand hat am Donnerstagabend ein Mehrfamilienhaus nahe der Humboldtstraße in der Bremer Östlichen Vorstadt zerstört. Bei dem stundenlangen Großeinsatz der Feuerwehr wurden glücklicherweise keine Personen verletzt, jedoch sind das gesamte Dachgeschoss und Teile des Obergeschosses des dreigeschossigen Gebäudes vollständig zerstört.
Mehrere Notrufe gingen kurz nach 18:30 Uhr am 23. April 2026 in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle ein, nachdem Anwohner den Brand und die starke Rauchentwicklung bemerkt hatten. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, standen bereits weite Teile des Dachgeschosses in Flammen. Die Bewohner hatten das Gebäude rechtzeitig verlassen können, sodass sich die Feuerwehr vollständig auf die Brandbekämpfung konzentrieren konnte.
Über zwei Drehleitern und mit mehreren Strahlrohren gelang es den Einsatzkräften, ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarte Wohnbebauung zu verhindern. Aufgrund der starken Rauchentwicklung warnte die Feuerwehr zeitweise die Bevölkerung. Die baulichen Gegebenheiten erschwerten die Löscharbeiten erheblich: Eine Statikerin bewertete die Lage und stellte Einsturzgefahr fest, weshalb die Brandbekämpfung nur von außen durchgeführt werden konnte. Über mehrere Stunden mussten die Einsatzkräfte ihre Löschmaßnahmen immer wieder an die sich verändernde Situation anpassen.
Erst gegen 23 Uhr konnte das Einsatzmittelaufgebot reduziert werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch bis tief in die Nacht hin. Am Freitagmorgen mussten erneut Kräfte der Wachen 2 und 7 für weitere Nachlöscharbeiten zum Einsatzort ausrücken.
Der Großeinsatz erforderte eine umfangreiche Logistik, die neben den Löschmaßnahmen auch Atemschutztechnik, Einsatzhygiene und die Verpflegung der Einsatzkräfte umfasste. Insgesamt waren rund 75 Feuerwehrleute im Einsatz. Beteiligt waren Einheiten der Feuer- und Rettungswachen 1, 2 und 4 sowie der Freiwilligen Feuerwehren Bremen-Arsten und Bremen-Neustadt. Zusätzlich unterstützten Einsatzführungsdienste und Kräfte des stadtbremischen Rettungsdienstes die Löscharbeiten.