Die Woche vom 17.08. bis 23.08.2026 brachte für Baden-Württemberg zwei tödliche Motorradunfälle, mehrere Festnahmen wegen Drogenhandels und schwerer Körperverletzung sowie einen Sprengstoff-Fund in der Heidelberger Fußgängerzone. Die Bilanz der Woche umfasst außerdem zwei Tankstellenüberfälle, einen versuchten Juwelierraub und mehrere Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten.
Den schwersten Vorfällen zählen zwei tödliche Motorradunfälle am selben Sonntag. Auf der Allerheiligenstraße (K5370) in Seebach verunglückte ein 50-jähriger Motorradfahrer gegen 13:14 Uhr tödlich. Er fuhr auf einer Suzuki in Richtung Ruhestein, als er in einer scharfen Kurve stürzte. Nach dem Sturz kollidierte das Motorrad mit einem ordnungsgemäß entgegenkommenden Mercedes. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen konnten das Leben des Motorradfahrers nicht retten. Er erlag seinen Verletzungen noch an der Unfallstelle. Die genaue Ursache für den Sturz ist derzeit ungeklärt. Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Die Polizei bittet unter der Telefonnummer 0781 21-1211 um Hinweise zum Unfallhergang. Mehr dazu
Ebenfalls am Sonntag starb ein 53-jähriger Motorradfahrer auf der A 81 bei Möckmühl. Der Mann fuhr gegen 11:50 Uhr in Richtung Würzburg, als ein vorausfahrender Motorradfahrer seinen Kofferanbau verlor. Der 53-Jährige kollidierte mit dem Koffer, verlor die Kontrolle und stürzte gegen die Schutzplanke. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Die A 81 war während der Unfallaufnahme in Richtung Würzburg vollständig gesperrt. Warum der Kofferanbau sich löste, ist noch nicht geklärt. Mehr dazu
In Jagstzell wurde ein vermisster Mann am Freitagabend tot aufgefunden. Die Polizei hatte eine groß angelegte Suche eingeleitet, da befürchtet wurde, dass sich der Mann in einer hilflosen Lage befinden könnte. Zum Einsatz kamen ein Polizeihubschrauber, mehrere Polizeistreifen und ein Personenspürhund des Polizeipräsidiums Aalen. Kurz nach 22 Uhr entdeckten die Einsatzkräfte den Mann. Nach ersten Erkenntnissen liegen keine Hinweise auf Fremdverschulden am Tod des Mannes vor. Mehr dazu
In Wangen im Allgäu sitzt ein 25-jähriger Afghane in Untersuchungshaft, nachdem er am Mittwochabend kurz nach 20 Uhr eine 37-jährige Frau attackiert haben soll. Nach bisherigen Erkenntnissen hielten sich beide auf dem Radweg entlang der Argen zwischen Wangen und Elitz auf. Im Streit soll der Mann die Frau beleidigt, mit Fäusten gegen den Kopf geschlagen und mit einem Stein getroffen haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, die Frau an der Argen unter Wasser getaucht zu haben. Der Tatverdächtige flüchtete nach der Auseinandersetzung; die verletzte Frau alarmierte selbst den Notruf. Das Polizeirevier Wangen im Allgäu ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Mehr dazu
In Heidelberg entdeckte die Polizei am Donnerstagnachmittag in einem Anwesen in der Hauptstraße mehrere alte Behältnisse mit einer explosionsgefährlichen Substanz. Die Behältnisse wurden zu einer gesicherten Örtlichkeit gebracht, wo Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg die Substanz kontrolliert unschädlich machen konnten. Ein Teil der Hauptstraße — die Fußgängerzone — war während der Arbeiten vollständig für Fußgänger gesperrt; im südwestlichen Stadtgebiet kam es zu weiteren Straßensperrungen. Mehr dazu
Ebenfalls in Heidelberg kamen zwei Männer im Alter von 21 und 23 Jahren wegen eines versuchten besonders schweren Raubes in Untersuchungshaft. Sie sollen am 14. Juli 2026 mit zwei weißen E-Scootern zur Brückenstraße gefahren sein, um das dortige Juweliergeschäft zu überfallen. Der 21-Jährige folgte dem Geschäftsinhaber hinter den Tresen und zog eine Schreckschusswaffe aus seiner Oberbekleidung. Er hielt die Waffe aus kürzester Distanz in Höhe des Kopfs des Ladeninhabers, um ihn zur Duldung der Entwendung von Schmuck und Uhren zu zwingen. Der Überfall scheiterte; das Amtsgericht Heidelberg erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen beide. Mehr dazu
In Mannheim hat das Amtsgericht am 20. August 2026 einen Haftbefehl gegen einen 36-jährigen Deutschen erlassen. Er soll seit Juli 2026 aus seiner Wohnung in den Innenstadtquadraten heraus mit Amphetamin, Ecstasy und Cannabis gehandelt haben. Bei einer Durchsuchung am frühen Donnerstagmorgen fanden die Beamten rund 2,9 Kilogramm Cannabis, 100 Gramm Amphetamin und 173 Ecstasy-Tabletten sowie über 7.200 Euro mutmaßliche Verkaufseinnahmen. Besonders brisant: In der Wohnung lagen mehrere Schuss-, Stich- und Hiebwaffen unmittelbar neben den Drogen und dem Bargeld — jederzeit griffbereit. Der 36-Jährige wurde noch am selben Nachmittag dem Haft- und Ermittlungsrichter vorgeführt. Mehr dazu
In Rastatt nahm die Polizei am Mittwochabend bei einem groß angelegten Einsatz in der Innenstadt drei mutmaßliche Kokaindealer fest. Polizistinnen und Polizisten des Polizeireviers Rastatt und der Kriminalpolizei waren in verschiedenen Bereichen der Innenstadt unterwegs. Der erste Zugriff erfolgte gegen 19:20 Uhr; dabei stellten Beamte einen mutmaßlichen Dealer und seinen Käufer fest — der Dealer soll Kokain in einem Beutel an einen Mann aus Rumänien verkauft haben. Im weiteren Verlauf wurden zwei weitere Tatverdächtige festgenommen. Mehr dazu
In Stuttgart nahm die Polizei am späten Mittwochabend, 19. August 2026, einen 24-jährigen Italiener fest, der eine Tankstelle an der Heilbronner Straße ausgeraubt haben soll. Der Tatverdächtige soll gegen 22:00 Uhr den Verkaufsraum betreten, ein Messer gezogen und den 27-jährigen Mitarbeiter damit bedroht haben. Unter Vorhalt des Messers forderte er Bargeld; der Mitarbeiter händigte über hundert Euro aus, woraufhin der Mann flüchtete. Alarmierte Polizisten nahmen ihn kurze Zeit später in einer Unterkunft fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart sollte er am 20. August 2026 einem Haftrichter vorgeführt werden. Mehr dazu
In Ludwigsburg betrat am Donnerstagabend, 20. August 2026, gegen 23:30 Uhr ein maskierter Mann eine Tankstelle in der Schwieberdinger Straße. Er forderte den 38-jährigen Mitarbeiter auf, Bargeld herauszugeben, und zog ein Messer aus der Jackeninnentasche, als dieser nicht reagierte. Der Mitarbeiter gab dennoch nicht nach; der Täter flüchtete ohne Beute zu Fuß in Richtung Pflugfelden. Ein Polizeihubschrauber unterstützte die Fahndung — der Gesuchte blieb zunächst unerkannt. Mehr dazu
In Karlsruhe griff ein 23-Jähriger am Donnerstagmorgen im Polizeigewahrsam auf dem Revier Karlsruhe-West drei Polizisten an. Gegen 6:15 Uhr begann der Mann, der zuvor wegen eines Ladendiebstahls im Wert von 669 Euro vorläufig festgenommen worden war, lautstark zu randalieren. Als mehrere Beamte zu ihm in die Zelle gingen, schlug und trat er unvermittelt auf sie ein und versuchte offenbar, an ihre Ausrüstung zu gelangen. Drei Polizistinnen und Polizisten wurden dabei leicht verletzt. Mehr dazu
In Eppelheim sorgte in der Nacht zum Samstag ein betrunkener Radfahrer für einen Polizeieinsatz mit Verletzungen und Sachschaden. Eine Streife des Polizeireviers Heidelberg-Süd war auf den 39-Jährigen aufmerksam geworden, weil er extreme Schlangenlinien fuhr. Bei der Kontrolle war er so stark alkoholisiert, dass er seinen Ausweis nicht aus dem Geldbeutel nehmen konnte und kaum auf den Beinen stehen konnte. Als die Beamten ihn mit Handschließen fixieren wollten, wehrte er sich heftig; sie mussten ihn zu Boden bringen. Dabei verletzte er sich selbst und beschädigte einen Polizeiwagen. Der 39-Jährige muss sich nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr, Widerstand gegen Polizeibeamte und tätlichem Angriff auf Polizisten verantworten. Mehr dazu
Am Hauptbahnhof Tübingen nahmen Beamte der Bundespolizei am Mittwochabend, 19. August 2026, gegen 17:45 Uhr einen 59-jährigen Deutschen fest. Der Mann wurde per Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Tübingen gesucht: Das Landgericht Tübingen hatte ihn im September 2025 wegen Raubes zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt; die Bewährung war zwischenzeitlich widerrufen worden. Nach der Festnahme wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Mehrere Vorfälle mit Messern und einer Schreckschusswaffe beschäftigten die Polizei in dieser Woche. In Stuttgart bedrohte ein 24-jähriger Tatverdächtiger am 19. August 2026 einen Tankstellenmitarbeiter mit einem Messer und erbeutete über hundert Euro — Mehr dazu. In Ludwigsburg zog ein maskierter Täter am 20. August 2026 bei einem Tankstellenüberfall in der Schwieberdinger Straße ebenfalls ein Messer, blieb jedoch ohne Beute — Mehr dazu. In Heidelberg soll ein 21-Jähriger am 14. Juli 2026 beim versuchten Überfall auf ein Juweliergeschäft in der Brückenstraße eine Schreckschusswaffe eingesetzt haben, die er aus kürzester Distanz in Höhe des Kopfs des Ladeninhabers hielt — Mehr dazu. In Wangen im Allgäu soll ein 25-jähriger Tatverdächtiger am Mittwochabend eine 37-jährige Frau unter anderem mit einem Stein angegriffen haben — Mehr dazu.
Auffällig in dieser Woche ist die Häufung von Drogendelikten mit Festnahmen und Haftbefehlen gleich an mehreren Orten: In Mannheim, Rastatt und auf der B14 bei Wehstetten ermittelte die Polizei binnen weniger Tage gegen mutmaßliche Dealer für Amphetamin, Ecstasy, Cannabis und Kokain. Hinzu kommen zwei Tankstellenüberfälle an einem einzigen Tag — in Stuttgart und Ludwigsburg — sowie zwei Juwelier- beziehungsweise Firmeneinbrüche, deren Aufarbeitung die Staatsanwaltschaften mehrerer Regionen beschäftigt. Die zwei tödlichen Motorradunfälle am selben Sonntag unterstreichen zudem die besondere Gefährdungslage auf Kurven- und Autobahnstrecken im Hochsommer.
Einen Ermittlungserfolg verbuchte die Polizei mit der Festnahme eines 38-jährigen Mannes, der verdächtigt wird, vor gut einem Jahr in eine Firma in Steinbach eingebrochen und hochwertiges Spezialwerkzeug im Wert von über 100.000 Euro gestohlen zu haben. Eine damals gesicherte DNA-Spur führte schließlich zur Identifizierung des Tatverdächtigen; die Bundespolizei in Kempten kontrollierte ihn am 11. August 2026 bei der Einreise aus Österreich und stellte den gegen ihn vorliegenden Haftbefehl fest. Mehr dazu