Das war die Blaulicht-Woche in Baden-Württemberg: 17.08.–23.08.2026

(Symbolbild)

Zeit für eine erste Bilanz der Woche vom 17. bis 23. August 2026 in Baden-Württemberg: Zwei Menschen kamen bei voneinander unabhängigen Unfällen ums Leben, die Polizei vollstreckte mehrere Haftbefehle und nahm mutmaßliche Drogen- und Raubdealer fest. Außerdem sorgte ein Sprengstoff-Fund in der Heidelberger Fußgängerzone für Aufsehen.

Tödlicher Motorradunfall in Küssaberg
Am Mittwoch, 19. August 2026, gegen 15.45 Uhr verunglückte ein 41-jähriger Motorradfahrer auf der Waldshuter Straße in Ettikon tödlich. Der Mann stürzte und kam unter seinem Motorrad im Unterholz zum Liegen. Rettungskräfte leiteten sofort Reanimationsmaßnahmen ein, doch diese blieben erfolglos — der 41-Jährige verstarb an der Unfallstelle. Hinweise auf eine Beteiligung anderer Fahrzeuge oder Personen lagen nach ersten Erkenntnissen nicht vor. Die Verkehrspolizei Waldshut-Tiengen ermittelt zum genauen Unfallhergang. Mehr dazu

Vermisstensuche in Jagstzell endet tragisch
In Jagstzell wurde ein vermisster Mann am Freitagabend tot aufgefunden. Die Polizei hatte eine groß angelegte Suche eingeleitet, da befürchtet wurde, dass sich der Mann in einer hilflosen Lage befinden könnte. Zum Einsatz kamen ein Polizeihubschrauber, mehrere Polizeistreifen und ein Personenspürhund des Polizeipräsidiums Aalen. Kurz nach 22 Uhr entdeckten die Einsatzkräfte den Mann. Nach ersten Erkenntnissen liegen keine Hinweise auf Fremdverschulden vor. Mehr dazu

Sprengstoff-Fund in der Heidelberger Hauptstraße
Am Donnerstagnachmittag, 20. August 2026, entdeckte die Polizei in einem Anwesen in der Heidelberger Hauptstraße mehrere alte Behältnisse mit einer explosionsgefährlichen Substanz. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg machten die Substanz an einem gesonderten Ort kontrolliert unschädlich. Während ihrer Arbeit war ein Teil der Hauptstraße (Fußgängerzone) vollständig für Fußgänger gesperrt; außerdem kam es im südwestlichen Stadtgebiet zu Straßensperrungen. Mehr dazu

Gefährliche Körperverletzung in Wangen im Allgäu — Tatverdächtiger in Untersuchungshaft
Das Polizeirevier Wangen im Allgäu ermittelt gegen einen 25-jährigen Afghanen wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft, nachdem er am Mittwochabend kurz nach 20 Uhr eine 37-jährige Frau attackiert haben soll. Nach bisherigen Erkenntnissen hielten sich der 25-Jährige und die Frau gemeinsam mit zwei weiteren Begleiterinnen auf dem Radweg entlang der Argen zwischen Wangen und Elitz auf. Beide waren alkoholisiert. Im Streit soll der Mann die 37-Jährige beleidigt, mit Fäusten gegen den Kopf geschlagen und sie mit einem Stein getroffen haben. Dem Tatverdächtigen wird zudem vorgeworfen, die Frau an der Argen unter Wasser getaucht zu haben. Nach der Auseinandersetzung flüchtete er; die verletzte Frau rief den Notruf. Mehr dazu

Sexuelle Übergriffe in Heidelberg — 24-Jähriger in Haft
Ein 24-jähriger Mann aus Gambia sitzt nach mehreren sexuellen Übergriffen im Feldgebiet am Friedhof Pfaffengrund in Heidelberg in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Heidelberg erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen des Verdachts des Versuchs sexueller Übergriffe und sexueller Belästigung. Die Vorfälle ereigneten sich am Dienstag, 18. August 2026: Gegen 10 Uhr soll der Tatverdächtige einer Frau, die mit ihrem Hund unterwegs war, an die Brust gefasst und versucht haben, sie in ein nahegelegenes Maisfeld zu ziehen. Die Frau wehrte sich lautstark und konnte fliehen. Zwischen 10:25 Uhr und 10:30 Uhr soll er zwei weitere Spaziergängerinnen unabhängig voneinander in ähnlicher Weise angegangen haben. Mehr dazu

Versuchter Juwelier-Überfall in Heidelberg — zwei Männer in Untersuchungshaft
Wegen eines versuchten besonders schweren Raubes kamen in Heidelberg zwei Männer im Alter von 21 und 23 Jahren in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Heidelberg erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen beide. Sie sollen am 14. Juli 2026 vor 11 Uhr mit zwei weißen E-Scootern zur Brückenstraße gefahren sein, um das dortige Juweliergeschäft zu überfallen. Der 21-Jährige folgte dem Geschäftsinhaber hinter den Tresen und zog eine Schreckschusswaffe aus seiner Oberbekleidung. Er hielt die Waffe aus kürzester Distanz in Höhe des Kopfs des Ladeninhabers, um ihn zur Duldung der Entwendung von Schmuck und Uhren zu zwingen. Der Inhaber lief davon; der Überfall scheiterte. Mehr dazu

Großer Drogenfund in Mannheim — 36-Jähriger in Untersuchungshaft
Das Amtsgericht Mannheim erließ am 20. August 2026 einen Haftbefehl gegen einen 36-jährigen Deutschen, der seit Juli 2026 aus seiner Wohnung in den Mannheimer Innenstadtquadraten heraus mutmaßlich mit Amphetamin, Ecstasy und Cannabis gehandelt haben soll. Bei der Durchsuchung seiner Wohnräume am frühen Donnerstagmorgen fanden die Beamten etwa 2,9 Kilogramm Cannabis, 100 Gramm Amphetamin und 173 Ecstasy-Tabletten sowie über 7.200 Euro, das nach Ansicht der Ermittler Einnahmen aus dem Drogenverkauf sein dürfte. Besonders schwer wog, dass in der Wohnung mehrere Schuss-, Stich- und Hiebwaffen unmittelbar neben den Drogen und dem Bargeld lagen — jederzeit griffbereit. Am Donnerstagnachmittag wurde der Mann dem Haft- und Ermittlungsrichter vorgeführt. Mehr dazu

Drei mutmaßliche Kokaindealer in Rastatt festgenommen
Mit einem groß angelegten Einsatz hat die Polizei Rastatt am Mittwochabend in der Innenstadt drei mutmaßliche Kokaindealer festgenommen. Zahlreiche Polizistinnen und Polizisten des Polizeireviers Rastatt und der Kriminalpolizei waren in verschiedenen Bereichen der Innenstadt unterwegs. Den ersten Erfolg verbuchten die Beamten gegen 19.20 Uhr, als ein mutmaßlicher Dealer beim Verkauf von Kokain an einen Käufer aus Rumänien gestellt wurde. Im weiteren Verlauf des Abends wurden zwei weitere Tatverdächtige festgenommen. Mehr dazu

Tankstellen-Raub in Stuttgart — 24-Jähriger festgenommen
Am späten Mittwochabend, 19. August 2026, raubte ein 24-jähriger Tatverdächtiger italienischer Staatsangehörigkeit eine Tankstelle an der Heilbronner Straße in Stuttgart aus. Er soll gegen 22 Uhr ein Messer gezogen und den 27-jährigen Mitarbeiter damit bedroht haben, um die Herausgabe von Bargeld zu erzwingen. Der Mitarbeiter händigte über hundert Euro aus; alarmierte Polizisten nahmen den Flüchtigen kurze Zeit später in einer Unterkunft fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart wurde er am Donnerstag, 20. August 2026, einem Haftrichter vorgeführt. Mehr dazu

Bewaffneter Tankstellen-Überfall in Ludwigsburg — Täter flüchtig
Am Donnerstagabend, 20. August 2026, gegen 23:30 Uhr betrat ein maskierter Mann eine Tankstelle in der Schwieberdinger Straße in Ludwigsburg, zog ein Messer und forderte den 38-jährigen Mitarbeiter auf, Bargeld herauszugeben. Der Angestellte gab nicht nach; der Täter beschimpfte ihn und flüchtete ohne Beute zu Fuß in Richtung Pflugfelden. Ein Polizeihubschrauber unterstützte die Fahndung, der Tatverdächtige blieb jedoch zunächst unbekannt. Nach Angaben der Ermittler ist der Gesuchte etwa 20 bis 25 Jahre alt. Mehr dazu

Angriff auf Polizisten in Karlsruher Gewahrsam — drei Beamte verletzt
In Karlsruhe hat ein 23-Jähriger am Donnerstagmorgen, 20. August 2026, im Polizeigewahrsam heftig Widerstand geleistet und drei Polizisten angegriffen; alle drei wurden dabei leicht verletzt. Der Mann war bereits am Mittwoch vorläufig festgenommen worden, nachdem er einen Ladendiebstahl im Wert von 669 Euro begangen hatte. Gegen 6.15 Uhr begann er lautstark zu randalieren; als mehrere Beamte zu ihm in die Zelle gingen, griff er sie mit Schlägen und Tritten an und versuchte dabei offenbar, an polizeiliche Ausrüstung zu gelangen. Die Beamten brachten ihn mit erheblichem Kraftaufwand zurück in die Zelle. Mehr dazu

Betrunkener Radfahrer leistet Widerstand — Sachschaden am Polizeiwagen
In Eppelheim sorgte ein 39-jähriger Radfahrer in der Nacht zum Samstag kurz vor 1 Uhr für einen Polizeieinsatz, der mit Widerstand, Verletzungen und Sachschaden endete. Eine Streife des Polizeireviers Heidelberg-Süd war auf den Mann aufmerksam geworden, weil er extreme Schlangenlinien fuhr. Bei der Kontrolle bemerkten die Beamten sofort Alkoholgeruch; ein Atemalkoholtest scheiterte mehrmals, weil der Mann motorisch so stark beeinträchtigt war. Als die Polizisten ihn mit Handschließen fixieren wollten, wurde er aggressiv und wehrte sich heftig. Die Beamten mussten ihn zu Boden bringen; dabei verletzte er sich selbst und beschädigte den Polizeiwagen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen — darunter eine Blutprobe, weil Trunkenheit im Verkehr verdächtigt wurde — wurde er entlassen. Der 39-Jährige muss sich nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr, Widerstand gegen Polizeibeamte und tätlichem Angriff auf Polizisten verantworten. Mehr dazu

Gesuchter Mann am Hauptbahnhof Tübingen gefasst
Am Mittwochabend, 19. August 2026, nahmen Beamte der Bundespolizei am Hauptbahnhof Tübingen einen 59-jährigen Deutschen fest. Eine Streife kontrollierte den Mann gegen 17:45 Uhr und stellte fest, dass er per Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Tübingen gesucht wurde. Das Landgericht Tübingen hatte ihn im September 2025 wegen Raubes zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt; die Bewährung wurde inzwischen widerrufen. Nach seiner Festnahme wurde der 59-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Mehr dazu

Einbrecher nach einem Jahr dank DNA-Spur gefasst
Ein 38-jähriger Mann, der verdächtigt wird, vor gut einem Jahr in eine Firma in Steinbach eingebrochen zu sein, ist gefasst worden. Die Bundespolizei in Kempten kontrollierte ihn am 11. August 2026 bei der Einreise aus Österreich und stellte fest, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorlag. Der Einbruch hatte sich in der Nacht vom 10. zum 11. August 2025 in der Vimbucher Straße ereignet; Unbekannte hatten damals hochwertiges Spezialwerkzeug im Wert von über 100.000 Euro gestohlen. Kriminaltechniker hatten damals Hebel- und Schuhspuren sowie einen Gegenstand mit DNA-Spuren gesichert, die dem Festgenommenen zugeordnet werden konnten. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Mehrere Vorfälle mit Klingen und einer Schreckschusswaffe beschäftigten die Polizei in dieser Woche. In Stuttgart bedrohte ein 24-jähriger Tatverdächtiger am Mittwochabend, 19. August 2026, einen Tankstellenmitarbeiter mit einem Messer und erbeutete über hundert Euro — er wurde kurze Zeit später festgenommen. Mehr dazu In Ludwigsburg zog ein maskierter Täter am Donnerstagabend, 20. August 2026, ebenfalls ein Messer, als er eine Tankstelle überfiel — der Angestellte verweigerte die Herausgabe von Bargeld; der Täter flüchtete ohne Beute und ist weiterhin unbekannt. Mehr dazu Beim versuchten Juwelier-Überfall in Heidelberg zog der 21-jährige Tatverdächtige eine Schreckschusswaffe aus seiner Oberbekleidung und hielt sie dem Geschäftsinhaber aus kürzester Distanz an den Kopf — der Überfall scheiterte, beide Tatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. Mehr dazu In Wangen im Allgäu soll ein 25-jähriger Tatverdächtiger eine 37-jährige Frau am Mittwochabend unter anderem mit einem Stein geschlagen haben; er sitzt in Untersuchungshaft. Mehr dazu

Auffällig in dieser Woche war die Häufung von Drogenfunden und Drogenfahrten: Neben dem Großfund in Mannheim (knapp drei Kilogramm Cannabis, Amphetamin, Ecstasy) und den drei festgenommenen mutmaßlichen Kokaindealer in Rastatt reagierte bei einer Verkehrskontrolle auf der B14 bei Wehstetten am Donnerstag, 20. August 2026, der Drogenvortest eines 26-jährigen Autofahrers positiv auf Cannabis und Kokain — er musste zur Blutentnahme mit auf die Dienststelle. Mehr dazu Insgesamt deuten diese Fälle auf einen anhaltenden Ermittlungsdruck der Polizei im Bereich Betäubungsmittelkriminalität im ganzen Land hin.

Einen Ermittlungserfolg der besonderen Art gab es im Fall des Steinbacher Firmeneinbruchs: Ein 38-jähriger Tatverdächtiger, der gut ein Jahr nach dem Diebstahl von Spezialwerkzeug im Wert von über 100.000 Euro per Haftbefehl gesucht wurde, konnte dank einer damals gesicherten DNA-Spur identifiziert und bei der Einreise aus Österreich gefasst werden. Mehr dazu

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Baden-Württemberg erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

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