Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 17. und 23. August 2026 beschäftigten die bayerische Polizei mehrere Tötungsdelikte, ein versuchter Totschlag mit Schusswaffeneinsatz sowie tödliche Verkehrs- und Bergunfälle. Die Bilanz der Woche umfasst mindestens fünf Todesopfer und eine Reihe schwerer Gewaltdelikte quer durch den Freistaat.
Versuchter Totschlag in Ismaning: Polizist angefahren, Beamter gibt Schüsse ab
Der schwerste Polizeieinsatz der Woche spielte sich am Donnerstag, 20. August 2026, gegen 16 Uhr in Ismaning ab. In Ismaning ist es am Donnerstag, 20. August 2026, gegen 16 Uhr zu einem versuchten Tötungsdelikt gekommen, bei dem die Polizei von der Schusswaffe Gebrauch machen musste. Ein 58-jähriger Deutscher fuhr einen Polizeibeamten an, der dabei verletzt wurde. Vorausgegangen war eine Fahrzeugkontrolle an einer Tankstelle: Eine uniformierte Streife hatte einen Audi wegen gefährlicher Fahrweise angehalten; der Fahrer sperrte sich zunächst im Wagen ein, beschleunigte dann plötzlich und erfasste einen der Beamten. Der zweite Beamte gab daraufhin mehrere Schüsse auf das Fahrzeug ab, um es zu stoppen. Der Fahrer konnte trotzdem zunächst fliehen. Eine großangelegte Fahndung mit zahlreichen Streifenwägen, einem Polizeihubschrauber und einer Polizeihundestaffel führte schließlich zur Festnahme des Mannes aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung. Bei der Festnahme wurde der 58-Jährige nicht verletzt; die zuvor abgegebenen Schüsse trafen ihn nicht. Er sitzt in der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen versuchten Totschlags. Mehr dazu
Tötungsdelikt in Donauwörth: Mann in Gemeinschaftsunterkunft getötet
Am Dienstagabend, 18. August 2026, wurde ein 43-jähriger Mann in einer Gemeinschaftsunterkunft in der Hochbruckerstraße in Donauwörth tödlich verletzt. Nach einem Streit in der Gemeinschaftsküche geriet er gegen 22.00 Uhr mit seinem ebenfalls 43-jährigen Bekannten in eine körperliche Auseinandersetzung. Nach bisherigem Ermittlungsstand schlug der Tatverdächtige mehrmals mit einem stumpfen Gegenstand auf sein Gegenüber ein. Ersthelfer und der herbeigerufene Rettungsdienst begannen sofort mit Reanimationsmaßnahmen, doch der 43-Jährige starb noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter unmittelbar fest; eine Alkoholisierung wurde festgestellt. Die Kriminalpolizei Dillingen ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. Die Staatsanwaltschaft Augsburg ist eingebunden. Beide Männer besitzen die ukrainische Staatsangehörigkeit. Mehr dazu
Tödlicher Frontalzusammenstoß auf der B31 bei Lindau
Im Bereich Lindau/Schönau ist am Mittwoch, etwa um 08:20 Uhr, eine Autofahrerin bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Auf der B31 stieß ihr Pkw frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammen. Die 69-jährige Deutsche erlitt tödliche Verletzungen. Ihr 72-jähriger Beifahrer wurde schwer verletzt; er konnte sich selbst aus dem Auto befreien und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. Die Feuerwehr barg die Fahrerin aus dem Wrack. Der 62-jährige Fahrer des Lastwagens aus der Slowakei blieb körperlich unverletzt, erlitt aber einen Schock. Rund 60 Polizistinnen und Polizisten sowie Feuerwehrleute waren vor Ort. Mehr dazu
Mann stirbt nach Unfall in Straubing
In Straubing ist am Freitag, 21. August 2026, ein 53-jähriger Autofahrer bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Gegen 17:30 Uhr fuhr der Mann auf der Schlesischen Straße, kam aus noch ungeklärten Gründen von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen geparkten Wagen sowie mehrere Gartenzäune. Der Fahrer verlor an der Unfallstelle das Bewusstsein und musste reanimiert werden. Der Rettungsdienst brachte ihn sofort in ein nahegelegenes Krankenhaus, wo er später verstarb. Die Polizeiinspektion Straubing ermittelt zum genauen Unfallhergang in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Regensburg, Zweigstelle Straubing. Mehr dazu
Tödlicher Bergunfall in den Berchtesgadener Alpen
Am Mittwoch, 19. August 2026, kam ein 76-jähriger Wanderer in den Berchtesgadener Alpen ums Leben. Der Mann stürzte gegen 14.35 Uhr etwa 100 Höhenmeter am Rinnkendlsteig in der Gemeinde Schönau am Königssee ab. Bergwacht Berchtesgaden und der Rettungshubschrauber Christophorus 6 erreichten die Unfallstelle, konnten aber nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der Verstorbene stammte aus dem Landkreis Rosenheim und wurde per Hubschrauber geborgen. Die Begleiter des Verunglückten wurden ebenfalls mit dem Rettungshubschrauber gerettet und anschließend psychologisch betreut. Mehr dazu
Kind bei Forstarbeiten tödlich verunglückt – Landkreis Garmisch-Partenkirchen
Im nördlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist am Freitag, 14. August 2026, ein Kind bei Forstarbeiten tödlich verunglückt. Das Kind im Grundschulalter wurde kurz nach 10.00 Uhr von einem gefällten Baum getroffen und schwer verletzt. Es befand sich in Anwesenheit einer erwachsenen Person in einem Waldstück, um den Forstarbeiten zuzusehen beziehungsweise kindgerecht mitzuhelfen. Das verletzte Kind wurde unter laufenden Reanimationsmaßnahmen mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht, wo es kurz darauf seinen schweren Verletzungen erlag. Die Kriminalpolizei ermittelt zum genauen Hergang. Mehr dazu
Angriff auf Polizeibeamte mit Messer in München
In der vergangenen Woche hat die Münchner Polizei mehrere schwerwiegende Vorfälle registriert. Im Mittelpunkt standen ein Motorradunfall mit Verletzten, ein tätlicher Angriff auf Polizeibeamte mit Messer, ein Brandfall in einer Kirche und ein Tankstellenraub. Beim Messerangriff wollten Beamte der Dienststelle 23 am Freitag, 14. August, gegen 21:00 Uhr einen 30-jährigen Senegalesen ohne festen Wohnsitz in der Valeppstraße kontrollieren. Der Mann versuchte zu fliehen, konnte aber von einem Beamten gestellt werden. Dann zog er ein Messer und ging mit erhobener Hand auf den Polizisten zu. Der Beamte drohte unter Vorhalt seiner Dienstwaffe mit Schusswaffengebrauch. Nach mehrfacher Aufforderung legte der 30-Jährige das Messer ab. Bei der anschließenden Festnahme wehrte er sich. Das Messer wurde beschlagnahmt; der Mann kam zur Polizeiverwahrstelle München. Außerdem entstand bei einem Kirchenbrand in München ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich — um Teile des Dachstuhls zu entfernen, war ein Kran notwendig, niemand wurde verletzt. Das Kommissariat 13 ermittelt. Mehr dazu
Bewaffneter Mann in Straubing: Spezialkräfte im Einsatz
In Straubing forderte ein 25-jähriger Deutscher am selben Freitag ebenfalls einen Spezialkräfte-Einsatz. Er hatte gegen 16.00 Uhr in seiner Wohnung in der Allensteiger Straße seine Mutter mit einem Messer bedroht. Die Frau konnte die Wohnung unverletzt verlassen. Der Bereich wurde abgesperrt, das Mehrfamilienhaus evakuiert. Gegen 19.00 Uhr nahmen Spezialkräfte den Mann widerstandslos in der Wohnung fest. Mehr dazu
Bewaffnete Bedrohung in Bayreuth: Armbrust und Axt
Ein 49-jähriger Mann löste am Samstagnachmittag in Bayreuth einen größeren Polizeieinsatz aus. Gegen 13 Uhr meldete eine Frau der Polizei, ihr 55-jähriger Lebensgefährte werde in der Wohnung des 49-Jährigen in der Kirchgasse festgehalten und mit einer Armbrust sowie einer Axt bedroht. Das Polizeipräsidium Oberfranken entsandte neben zahlreichen Streifen aus Bayreuth auch eine Spezialeinheit aus Mittelfranken. Gegen 16 Uhr wurde der 49-Jährige in seiner Wohnung festgenommen; er war leicht verletzt. Der 55-Jährige blieb unbeschadet. Gegen den Deutschen wird nun wegen Freiheitsberaubung und Bedrohung ermittelt. Mehr dazu
Schwerer Unfall in München: 29-Jähriger verletzt
Am Donnerstag, 20. August 2026, gegen 8.25 Uhr, ereignete sich an der Kreuzung Lilienstraße/Rosenheimer Straße in Au-Haidhausen ein Unfall, bei dem ein 29-Jähriger schwer verletzt wurde. Ein 63-jähriger Ungar, der in Dachau wohnt, war mit einem Lastwagen vom Riggauerweg in die Lilienstraße eingebogen und nutzte wegen der Fahrzeuggröße teilweise beide Fahrstreifen. Er übersah nach aktuellem Ermittlungsstand den seitlich vor ihm anfahrenden 29-Jährigen auf einem Elektro-Kleinkraftrad und kollidierte mit ihm. Das Kleinkraftrad wurde umgeworfen; der 29-Jährige stürzte und wurde schwer verletzt. Der Rettungsdienst brachte ihn zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der 63-Jährige blieb unverletzt. An beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden im niedrigen vierstelligen Bereich. Mehr dazu
Einbruchsserie aufgeklärt: Zwei Männer in Untersuchungshaft
Die Kriminalpolizei Kempten hat zwei Männer im Alter von 39 und 43 Jahren festgenommen, denen eine Einbruchsserie zur Last gelegt wird. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kempten sollen die beiden in der Nacht vom 10. auf den 11. Juli 2026 in Gärtnereibetriebe in Wildpoldsried und im Kemptener Stadtteil Thingers eingebrochen sein und dabei gezielt Bargeld erbeutet haben. Wenige Tage später nahm die Kriminalpolizei Erding die Männer an der A7-Rastanlage Illertal-Ost fest — bei sich hatten sie Einbruchswerkzeug und eine größere Menge Bargeld. Die Staatsanwaltschaft München II wirft ihnen eine Vielzahl weiterer Einbrüche vor. Seit ihrer Festnahme befinden sich die beiden rumänischen Staatsbürger in Untersuchungshaft. Mehr dazu
Paketdiebstahl im Landkreis Coburg: Vier Kurierfahrer festgenommen
In Sonnefeld im Landkreis Coburg haben Polizisten der Neustadter Dienststelle vier Männer festgenommen, die Pakete aus einem Logistikunternehmen gestohlen haben sollen. Ein Mitarbeiter hatte am Samstagmorgen gegen 10 Uhr Differenzen bei der Bestandsprüfung bemerkt und die Polizei informiert. Bei Durchsuchungen der Wohnräume der Tatverdächtigen stellten die Beamten Diebesgut im Wert von mehreren tausend Euro sicher. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Mehrere Vorfälle mit Messern und Schusswaffen durch Tatverdächtige beschäftigten die bayerische Polizei in dieser Woche. In Regensburg forderten drei Tatverdächtige am Sonntag, 16. August, gegen 15:40 Uhr einen 27-jährigen Syrer im Bereich der Landshuter Straße zur Herausgabe von Geld auf. Dabei hielten sie eine Schusswaffe in der Hand. Zwei der Verdächtigen — ein 16-jähriger Somalier und ein weiterer 16-Jähriger — wurden nach kurzer Flucht festgenommen, nachdem die Polizei mit dem Einsatz eines Elektroschockgeräts drohte. Bei der Festnahme fanden die Beamten eine echt wirkende Schusswaffe, die als Spurenträger sichergestellt wurde. Untersucht wird, ob es sich um eine echte Waffe handelt. Mehr dazu — Ebenfalls in Regensburg raubte in den frühen Morgenstunden des 16. August 2026 ein maskierter Mann unter Vorhalt eines Messers eine Tankstelle in der Friedenstraße aus; er erbeutete einen zweistelligen Eurobetrag an Münzgeld. Ein 26-jähriger Deutscher wurde kurz darauf festgenommen, bei ihm fand die Polizei eine Sturmmaske. Mehr dazu — In München bedrohte ein 30-jähriger Mann am Freitag, 14. August, einen Polizeibeamten mit einem Messer; der tätliche Angriff auf Polizeibeamte mit Messer ist bereits im Hauptteil beschrieben. Mehr dazu — In Garching an der Alz bedrohte ein unbekannter Täter am Mittwochabend, 19. August 2026, gegen 23.40 Uhr den Inhaber und einen Angestellten eines Café-Bistros in der Nikolausstraße mit einem Messer und zwang sie zur Herausgabe von Bargeld im niedrigen vierstelligen Bereich. Verletzt wurde niemand; der Täter flüchtete zu Fuß in nördlicher Richtung. Eine Großfahndung verlief bislang erfolglos. Das Fachkommissariat 2 der Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn ermittelt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen schweren Raubes und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Mehr dazu — In Straubing bedrohte ein 25-jähriger Mann seine Mutter mit einem Messer; der Fall ist bereits im Hauptteil beschrieben. Mehr dazu
Die Woche zeigt eine auffällige Häufung von Gewaltdelikten mit Todesfolge: Allein fünf Menschen kamen zwischen dem 14. und 21. August 2026 in Bayern ums Leben — bei Verkehrsunfällen, einem Bergsturz, einem tödlichen Forstunfall und einem Tötungsdelikt in einer Gemeinschaftsunterkunft. Dazu kommen mehrere Messer- und Schusswaffen-Vorfälle sowie zwei größere Spezialkräfte-Einsätze wegen bewaffneter Bedrohungslagen. Ob sich dahinter ein statistischer Ausreißer verbirgt, lässt sich auf Basis der vorliegenden Meldungen nicht abschließend beurteilen — die Vielzahl schwerer Fälle innerhalb weniger Tage ist jedoch bemerkenswert.
Einen Ermittlungserfolg meldete die Kriminalpolizei Nürnberg: Am Mittwochabend, 19. August 2026, stellten Beamte bei der Kontrolle eines 65-jährigen Deutschen in einer Parkanlage im Nürnberger Norden eine geringe Menge einer weißen kristallinen Substanz sicher. In seiner Wohnung fanden die Beamten eine größere Menge weiterer kristalliner Substanzen; ein Drogenschnelltest reagierte positiv auf Methamphetamin. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde der Mann dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Nürnberg vorgeführt. Mehr dazu