Das war die Blaulicht-Woche in Berlin: 03.08.–09.08.2026 (KW 32)

In der Woche vom 03.08. bis 09.08.2026 gab es Berlin mehrere schwere Gewalttaten: Ein Schussangriff in Kreuzberg, mehrere Messerattacken mit notoperationspflichtigen Verletzten und zwei Todesopfer – darunter ein Ertrinkungsunfall im Strandbad Halensee und eine Frau, die bei einem Wohnungsbrand in Lichtenrade ums Leben kam – beschäftigten Polizei und Rettungskräfte in diesen sieben Tagen intensiv.

Der schwerste Gewaltvorfall der Woche ereignete sich am Montagabend, 03.08., in Kreuzberg: In Kreuzberg hat ein Unbekannter am Montagabend einen 22-Jährigen vor einem Café angeschossen. Die 2. Mordkommission des Landeskriminalamts ermittelt seit gestern zu dem versuchten Totschlag. Gegen 20:40 Uhr hörten Polizistinnen und Polizisten der 25. Einsatzhundertschaft Schussgeräusche an der Graefestraße Ecke Böckhstraße. Nach allem, was die Ermittler bisher wissen, schoss der Unbekannte auf den 22-Jährigen, der im Außenbereich des Cafés saß. Der Schütze flüchtete daraufhin vom Ort. Ein Ersthelfer leistete Erste Hilfe, bis gerufene Rettungskräfte eintrafen und den Angeschossenen ins Krankenhaus brachten. Dort musste er notoperiert werden. Nach Angaben der Ärzte besteht keine Lebensgefahr mehr. Die Polizei fahndet weiter nach dem unbekannten Schützen. Mehr dazu

In der Nacht zum Mittwoch, 05.08., kam es in Lichtenrade zu einem tödlichen Wohnungsbrand: In der Nacht zum Mittwoch ist eine 56-Jährige bei einem Wohnungsbrand in Lichtenrade gestorben. Anwohner alarmierten gegen 22:50 Uhr Feuerwehr und Polizei, nachdem sie ein Feuer in einer Doppelhaushälfte am Heinitzweg bemerkt hatten. Die Brandbekämpfer fanden das Feuer in der Küche und löschten es. Bei den Löscharbeiten entdeckten sie die Bewohnerin leblos vor. Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Mehr dazu

Im Strandbad Halensee im Ortsteil Grunewald ereignete sich in dieser Woche ein tödlicher Ertrinkungsunfall. Eine Person wurde im Wasser vermisst; noch vor Eintreffen der Feuerwehr begannen Mitarbeitende des Strandbads gemeinsam mit Badegästen mit der Suche. Taucher der Berliner Feuerwehr lokalisierten die Person schließlich und zogen sie aus dem Wasser. Trotz umgehend eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen durch Feuerwehr und Rettungsdienst konnte die Person nicht gerettet werden und verstarb noch an der Einsatzstelle. Mehr dazu

Am Donnerstag, 06.08., nahm die Berliner Polizei in Hellersdorf einen 49-jährigen Mann fest, der unter Verdacht steht, mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Beamte hatten gegen 19 Uhr vor einem Wohnhaus in der Gothaer Straße eine verdächtige Transaktion beobachtet. Nach einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss durchsuchten sie die Wohnung des Mannes und stellten dabei mehrere Luftdruck- und PTB-Waffen sowie Amphetamin im Kilogrammbereich und Cannabis sicher. Mehr dazu

In der Nacht zum Dienstag, 04.08., kam es am S-Bahnhof Südkreuz in Schöneberg zu einer Messerattacke: Ein 19-Jähriger und ein 22-Jähriger gerieten gegen 23:40 Uhr auf dem Vorplatz am Hildegard-Knef-Platz in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung stach der 19-Jährige mit einem Messer zu und verletzte den 22-Jährigen mehrfach im Rumpfbereich. Alarmierte Rettungskräfte brachten den Verletzten ins Krankenhaus, wo er notoperiert werden musste. Anschließend wurde er stationär aufgenommen. Nach bisherigen Erkenntnissen bestand keine Lebensgefahr. Polizistinnen und Polizisten der Bundespolizei und des Abschnitts 42 nahmen den 19-Jährigen noch am Tatort fest. Mehr dazu

In Reinickendorf ist ein Zahlungsstreit in einem Imbiss in Gewalt eskaliert. Ein 36-Jähriger wurde dabei mit einem Messer mehrfach gestochen und musste notoperiert werden. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall am Morgen gegen 7:20 Uhr in der Scharnweberstraße. Der Streit entstand zwischen einem 28-jährigen Mitarbeiter des Imbiss und drei bislang unbekannten Männern wegen eines Bezahlvorgangs. Einer der Tatverdächtigen zog ein Messer und fügte dem 36-Jährigen mehrere Stichverletzungen zu. Die drei Männer flüchteten anschließend in unbekannte Richtung. Alarmierte Rettungskräfte brachten den verletzten Mann zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus, wo er notoperiert werden musste. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 1 (Nord) führt die weiteren Ermittlungen. Mehr dazu

In der Nacht zum Mittwoch, 05.08., kam es in Altglienicke zu einer schweren Auseinandersetzung: Zwei Männer im Alter von 29 und 22 Jahren gerieten gegen 23:45 Uhr im Kirschweg mit einer etwa vierköpfigen Personengruppe in Streit. Mehrere Personen schlugen und traten auf die beiden ein. Ein 47-Jähriger soll einen von ihnen anschließend mit einem Auto angefahren und über einen Gartenzaun auf ein Grundstück geschleudert haben. Insgesamt drei Männer stehen unter Verdacht, an der Attacke beteiligt gewesen zu sein. Mehr dazu

Am Mittwoch, 05.08., wurde ein Lebensmitteldiscounter in der Hauptstraße in Friedenau Ziel eines bewaffneten Überfalls: Zwei maskierte Täter betraten die Filiale gegen 21:55 Uhr und waren unter anderem mit einer Schusswaffe bewaffnet. Sie entwendeten Bargeld aus der Kasse eines 22-jährigen Mitarbeiters und flüchteten anschließend in Richtung Rheinstraße. Der Mitarbeiter sowie weitere Personen in der Filiale blieben unverletzt. Die Polizei leitete eine Nahbereichssuche ein und setzte einen Hubschrauber ein – ohne Erfolg. Ein Fachkommissariat der Kriminalpolizei der Direktion 4 (Süd) hat die Ermittlungen übernommen. Mehr dazu

In Berlin-Hakenfelde überfielen zwei Unbekannte früh morgens einen Imbiss in der David-Francke-Straße: Ein 41-jähriger Mitarbeiter des Lokals wurde gegen 6:30 Uhr von einem maskierten jungen Mann mit einer Schusswaffe bedroht, wie die Polizei mitteilte. Der Täter riss die Kasse an sich und flüchtete mit seinem Komplizen auf einem Kraftrad. Der Mitarbeiter blieb unverletzt. Das Fachkommissariat für Jugenddelikte der Polizeidirektion 2 (West) hat die Ermittlungen aufgenommen. Mehr dazu

Gleich zweimal in dieser Woche musste die Polizei ein Distanzelektroimpulsgerät (DEIG) einsetzen. In einem Hotel in der Köpenicker Straße in Mitte hatte ein Gast gegen 4 Uhr die Brandmeldeanlage missbräuchlich ausgelöst. Als Beamte den 31-Jährigen zur Identitätsfeststellung in sein Zimmer begleiteten, griff er sie im Fahrstuhl an. Da der Widerstand nicht durch einfache körperliche Gewalt beendet werden konnte, setzte ein Polizist das DEIG ein; der Mann wurde festgenommen. Ein Alkoholtest ergab 0,1 Promille, zudem bestand der Verdacht auf Drogenkonsum. Mehr dazu — In Charlottenburg-Wilmersdorf beschädigte ein 20-Jähriger nach Streitigkeiten mit einer 19-jährigen Frau Möbel in einem Hotelzimmer in der Sömmeringstraße. Als Beamte des Polizeiabschnitts 24 ihn gegen 15:10 Uhr durchsuchen wollten, wehrte er sich intensiv. Nach mehrfacher Androhung setzten die Beamten ebenfalls ein DEIG ein und nahmen den Mann fest. Anschließend kam er zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Die Polizei ermittelt wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Widerstands. Mehr dazu

Am Donnerstag, 06.08., versuchte ein Unbekannter in Berlin-Mitte, einen 86-Jährigen in der Singerstraße zu bestehlen. Der Mann verschaffte sich gegen 10:40 Uhr Zutritt zur Wohnung des Seniors, indem er sich als Stromzählerableser ausgab, und öffnete mehrere Schränke. Der Bewohner bemerkte dies und verständigte seinen 50-jährigen Sohn. Als dieser eintraf, kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung: Der mutmaßliche Trickdieb schlug dem Sohn ins Gesicht und flüchtete ohne Diebesgut. Der 50-Jährige erlitt Schürfwunden und Rötungen im Gesicht. Mehr dazu

In der Nacht zum Mittwoch, 05.08., nahmen Polizistinnen und Polizisten in Berlin-Schöneberg zwei Tatverdächtige fest, die mehrere Wahlplakate beschädigt haben sollen. Ein Zeuge beobachtete gegen 22 Uhr an der Kolonnenstraße Ecke Wilhelm-Kabus-Straße, wie eine 27-jährige Frau und ein 29-jähriger Mann Wahlplakate ablösten, herunterzogen und beschmierten. In unmittelbarer Nähe stellten die Beamten weitere beschädigte Plakate verschiedener Parteien fest. Die beiden wurden in einem nahe gelegenen Spätkauf festgenommen. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Diese Woche verzeichnete die Berliner Polizei mehrere Vorfälle mit Messern und Schusswaffen. In Kreuzberg schoss ein unbekannter Täter am Montagabend auf einen 22-Jährigen, der vor einem Café in der Graefestraße saß – der Verletzte musste notoperiert werden. Mehr dazu In Schöneberg stach ein 19-Jähriger in der Nacht zum Dienstag am Hildegard-Knef-Platz auf einen 22-Jährigen ein und verletzte ihn mehrfach im Rumpfbereich; auch er musste notoperiert werden. Mehr dazu In Reinickendorf fügte ein Tatverdächtiger einem 36-Jährigen bei einem eskalierten Zahlungsstreit in einem Imbiss in der Scharnweberstraße mehrere Stichverletzungen zu; das Opfer musste notoperiert werden. Mehr dazu In Friedenau überfielen zwei maskierte Männer am Mittwochabend einen Lebensmitteldiscounter in der Hauptstraße, wobei sie unter anderem mit einer Schusswaffe bewaffnet waren und Bargeld erbeuteten. Mehr dazu In Berlin-Hakenfelde bedrohte ein maskierter Täter einen 41-jährigen Mitarbeiter eines Imbisses in der David-Francke-Straße gegen 6:30 Uhr mit einer Schusswaffe und riss die Kasse an sich. Mehr dazu

Auffällig in dieser Woche: Gleich zwei bewaffnete Raubüberfälle auf Gastronomiebetriebe und einen Supermarkt sowie ein Schussangriff auf einen Café-Besucher – und das binnen weniger Tage. Außerdem endeten in dieser Woche drei Messerattacken mit schwer verletzten Opfern, die sämtlich notoperiert werden mussten. Ob zwischen den Überfällen Zusammenhänge bestehen, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Berlin erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

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